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Die Geschichte aller möglicher Wissenschaften muss neu geschrieben werden

Shownotes

Darin: Die älteste Mathamatik, Spanien rotiert, FPÖ und Wissenschaft, Woke Weihnacht, Uranus und Neptun, KI-Propaganda, Nobel-Menu (Alle Menus), Spazierengehen, die Gefahren des Ruhm, Mitgefühl, Wettbewerb (Paper), Römische Straßen, Konservative Verschwörungstheoretiker, Seufzen, Blutspenden, Stammzellenspenden, Peano Axiome, Prädikatenlogik, Kurt Gödel, Der Batman-Effekt

Lesenswert: Ranicki "Mein Leben"*, Dedekind Was sind und was sollen die Zahlen?, Principia Mathematica, Asterix in Lusitanien

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Florian (und andere) live sehen: Sternengeschichten, Sciencebusters

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Transkript anzeigen

00:00:05: Willkommen zu einer neuen Ausgabe der Wissenschaft mit Neuigkeiten aus der Welt der Wissenschaft und Florian Freistetter, damit hier auch mal ein Wissenschaftler dabei ist.

00:00:11: Hallo,

00:00:11: Florian.

00:00:11: Jawohl.

00:00:12: Hallo, Holger.

00:00:13: Du bist ja auch Wissenschaftler.

00:00:16: Wissenschaftler?

00:00:18: Ja,

00:00:18: das ist ...

00:00:19: Ja, aber es ist ja kein geschützter Begriff.

00:00:22: Eben drum.

00:00:22: Darum nennen Sie sich ja so.

00:00:24: Was, Wissenschaftler ist kein geschützter Begriff?

00:00:26: Nee.

00:00:27: Kannst du alles sagen?

00:00:28: Was glaubst du, viele Leute, viele Menschen kannst du dir auf YouTube anschauen, die alle forschen und Dinge rausfinden.

00:00:34: Ach

00:00:34: Gott, ich dachte, ach so, das ist wie bei Journalisten, dann bin ich halt wissenschaftsjournalist.

00:00:38: Das auch, natürlich.

00:00:39: Verklag

00:00:40: mich doch.

00:00:42: Ich glaube, Anwalt kann ich nicht sagen, weil das ist, glaube ich, ein geschützter Begriff.

00:00:46: Was geht ist, wenn du keinen Doktortitel hast, darfst du dich selber nicht Doktor nennen, aber alle anderen dürfen dich Doktor nennen.

00:00:53: Ja klar, es gibt doch genug Menschen, die rumrennen und sich irgendwie Professor nennen lassen, obwohl sie keiner sind, kenne ich auch so welche.

00:00:59: Ja gut, aber in dem Moment, wo sie sich selber so nennen, also selber irgendwo aufschreiben, ist es mindestens eine Ordnungswidrigkeit, wenn nicht sogar eine Straftat in so Ländern wie Deutschland oder Österreich bestimmt eine Straftat, weil hier ja alle völlig abgehen auf irgendwelche Titel.

00:01:11: Ja, es ist ja auch zu Recht, wenn ich so eine Straftat, weil du käuschst dann ja eine Qualifikation vor, die du nicht hast, wenn ich jetzt mich offiziell Herr Doktor oder Herr Professor nenne, obwohl ich das nicht bin.

00:01:19: Ja gut, aber... Also wem täuschst du diese Qualifikation vor, ne?

00:01:24: Also wenn ich mir so angucke, wäre alles im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit Doktortiteln rumrennt.

00:01:29: Das ist jetzt nicht so, dass die dadurch besonders qualifiziert wären, aber halt besonders nünkelhaft.

00:01:34: Das nicht, aber wenn ich jetzt zum Beispiel jetzt den Job mache, den ich mache, Wissenschaftsvermittlung und ich sage jetzt hier, ich komme, ich kann Vorderkalken bei euch, ich bin daher Doktor-Professor so und so, dann ist es das andere, dass ich sage, ja, hallo, ich würde gerne Vorderkalken bei euch.

00:01:47: Also da kann ich vermutlich das besser verkaufen.

00:01:49: Das stimmt.

00:01:49: Ja, ich meine, das machen Politikerinnen und Politiker ja auch so.

00:01:52: Ja.

00:01:52: Also ich meine, hier, das beste Beispiel war ja, ist ja die Berliner SPD, die sich noch nicht mal schämt, eben so eine Plagiaturin wie Dr.

00:01:59: Giffey tatsächlich nochmal zur Spitzenkandidatin aufzustellen und so was.

00:02:03: Das ist ja ein riesiger Skandal, aber scheint niemand zu interessieren.

00:02:07: Es war noch Zeiten, als jemand wie Gutenberg noch zurücktreten musste wegen so was.

00:02:10: Jetzt ist er mit unserer Bundeswirtschaftsministerin liiert und organisiert irgendwelche privaten Treffen, wo unsere Bundeswirtschaftsministerin auf hochkarätige, mächtige Menschen trifft.

00:02:20: Hinterher aber behauptet, dass wir privat gewesen und das würde die Öffentlichkeit überhaupt nichts angehen, was da besprochen worden wäre.

00:02:25: Ja genau.

00:02:26: Am

00:02:26: Ende hat er doch gewonnen.

00:02:28: Ja, am Ende gewinnen sie immer.

00:02:30: Ja,

00:02:32: bevor wir mit der Wissenschaft anfangen, soll ich noch schöne Grüße ausrichten.

00:02:35: Ich war ja die letzte Woche in Deutschland unterwegs mit einer Sternengeschichten-Live-Tour und hab auch den einen oder die andere Freund-Hörer-Schafz-Witgliedsperson.

00:02:45: Jetzt bin ich beim Gendern durcheinander gekommen und mit den Worten getroffen.

00:02:48: Und offensichtlich

00:02:48: hast du ja auch den einen oder anderen Barzillos eingesammelt.

00:02:52: Ja,

00:02:52: den habe ich schon länger.

00:02:53: Ich habe mir tatsächlich auch im Rahmen meines Berufs eine Grippe eingefangen, weil ich mit einem der Grippe hatte zu tun hatte.

00:03:02: Es war eine tolle Woche, wo

00:03:03: ein ganzes... Tatsächlich in Schwänzer, also nicht... Ja,

00:03:06: nee, das war... Ich habe es jetzt nicht tatsächlich ausgetestet, aber ich bin unterwegs gewesen mit zwei Kollegen, die sich rausgestellt haben.

00:03:13: Der eine hatte nachgedacht, nachgewiesen Influencer, der andere hatte nachgewiesen Corona und zwei Tage danach bin ich krank geworden und eines von den beiden Dingen hatte ich.

00:03:20: Na herrlich.

00:03:22: Zum Glück beides geimpft, also ich war sowohl Corona als auch Krippe geimpft und deswegen war es jetzt nicht, es war unangenehm, aber nicht schlimm, aber der Schnupfen hängt mir noch ein bisschen nach, der ist jetzt so in den letzten Tagen des Abklingens also.

00:03:36: Aber es ist halt generell so, glaube ich, aktuell ist es irgendwie alles.

00:03:39: Ich bin übrigens gerade, kann ich auch, mach mir einen Service nach dem anderen.

00:03:42: Mich hat kurz vor der Aufnahme, hat mich das rote Kreuz Österreich angerufen.

00:03:46: Oh

00:03:46: Gott.

00:03:47: Ja.

00:03:47: Du hast außerdem noch.

00:03:49: AIDS und Krebs.

00:03:50: Nein, das nicht.

00:03:52: Das war einfach nur eine Erinnerung, ob ich nicht Blutspenden gehen möchte, weil da, wo ich wohne, ist die Tage wieder Blutspendeaktion und jetzt gerade so in der Weihnachtssaison.

00:04:01: Und generell wird immer Blut gebraucht.

00:04:04: Und jetzt gerade, wo so viele krank sind, die nicht Blutspenden gehen können, weil wenn du jetzt irgendwie irgendwas hattest, musst du mal eine Woche symptomfrei sein oder sowas, bevor du wieder darfst, natürlich noch viel mehr, weil da ganz viele ausfallen und haben rumgerufen und angerufen, ob ich nicht Blutspenden gehen will.

00:04:18: absagen, weil ich bin noch nicht symptomfrei.

00:04:19: Aber wenn ihr keine Symptome habt, gerade Gesundheit und in der Lage seid, Blut zu spenden, dann hört euch um.

00:04:25: Das geht fast überall.

00:04:27: Geht dahin und spendet Blut, weil es wichtig.

00:04:30: Gut Idee eigentlich.

00:04:31: Also es ist wirklich mal eine gute Idee.

00:04:33: Der Aufruf ist ja immer wichtig, aber... gerade jetzt, wo, was weiß ich, twenty-fünf Prozent der Leute überhaupt nicht spenden könnten, selbst wenn sie wollten.

00:04:39: Ja.

00:04:40: Und ich weiß nicht, ich habe das, glaube ich, gehört in einem Podcast.

00:04:43: Ich bilden mir einen, deine Frau hat das gesagt.

00:04:44: Ich weiß nicht, ob es in dem Podcast der Wochendämmerung war oder irgendwas anderes, was deine Frau an den Podcast macht.

00:04:48: Wenn es was Kluges

00:04:49: war, war das garantiert meine Frau.

00:04:50: Ja, ich weiß noch nicht, welchen Podcast es war.

00:04:52: Da ging es auch um Blutspenden und sie hat, glaube ich, gesagt, und falls es nicht deine Frau war, dann hat es irgendwer andere gesagt, in irgendeinem anderen Podcast, aber ich bilden mir eines, wie deine Frau gewesen, gesagt, dass das Blutspenden dann immer ein bisschen komisch ist, weil man weiß ja nicht, was mit dem Blut passiert, also das ist irgendwie ein bisschen schwierig.

00:05:08: Nein, stopp, es war eine Frau, es war... Was denkst du denn?

00:05:12: Entschuldigung, da habe ich jetzt die beiden Philosophene mit deiner Frau im Kopf vermischt.

00:05:15: Also

00:05:15: auch kluge Frauen.

00:05:16: Ja, genau.

00:05:17: Ich würde mir auch jede Sendung anhören, die von diesen drei Frauen gemeinsam gemacht würden.

00:05:22: Definitiv.

00:05:22: Die haben wir über Organspende gesprochen, auch was relevant ist.

00:05:26: Und haben angefangen auch über Blutspenden zu reden, weil es so was ähnliches wie Organspende ist.

00:05:30: Und eine der beiden, da weiß ich jetzt wirklich nicht mehr, welche von den beiden das war, in was denkst du denn, hat gesagt, ja ist auch ein bisschen komisch, wenn man spende Blut und dann weiß man quasi nicht, was passiert damit, wird das weg.

00:05:41: Und das ist in Österreich zumindest schön, weil ich war ja vor ein paar Monaten Blutspenden.

00:05:45: Und du kriegst dann eine SMS, da steht drin, ihr Blut wurde heute da und dort benutzt.

00:05:50: Also jetzt nicht um Herrn Meier das zu machen, sondern nur im Krankenhaus so und so runter ist die Blutspende jetzt gerade verwendet worden.

00:05:56: Ja, das ist ja cool.

00:05:58: Fand ich gut, weil dann hast du gleich mal, wie siehst du, okay, ja, das hat jetzt wirklich was, war jetzt sinnvoll, dass es gemacht hat.

00:06:02: Da hat es jemand gebraucht.

00:06:04: So, als Incentive finde ich die super Idee, weil, ja.

00:06:08: Ist das eigentlich Gamification schon?

00:06:10: Möglich, keine Ahnung.

00:06:11: Ich meine, Gamification war Blutspenden ja schon immer.

00:06:13: Du gehst hin und danach kriegst du gewinst oder was?

00:06:15: Kriegst du die Brötchen

00:06:17: und Kaffee?

00:06:21: Ja, aber ich muss immer gucken.

00:06:23: Ich weiß gar nicht, darf ich Blutspenden?

00:06:25: Ich nehme regelmäßig Medikamente.

00:06:28: Also normalerweise kann man das online abklären, aber es sitzt auch... Bei jedem Blutspendenichre ist es von Österreich und Deutschland wird es vermutlich nicht dramatisch anders sein.

00:06:35: Es sitzt mal am Anfang jemand da, du musst dann so ein Fragebogen ausfüllen, da kreuzt du schon mal alles an und wenn da irgendwas ist, was schwierig sein könnte, dann hast du am Anfang sowieso noch mal ein kurzes Gespräch mit einem Arzt, mit einer Ärztin, die kann sagt halt auch doch mal hier, ja mit des Medikament ist kein Problem, das ist schon ein Problem und so weiter.

00:06:51: Also die lassen dich dann eh... durch, wenn alles passt.

00:06:54: Und wenn es jetzt kein, wenn du jetzt nicht irgendwie weiß, Gott wohin fahren musst, um da Blut zu spenden, kannst du das vor Ort abklären.

00:07:00: Und ansonsten, wie gesagt, online kann man, glaube ich, auch sich durchklicken und dann weiß man schon, was alles ist und was nicht.

00:07:05: Da kann man echt ja mal hingehen, weil schlimmstenfalls hast du halt ein bisschen Zeit verschwendet, weil es dann aber für die Zukunft Bescheid, ob du noch mal hin sollst oder nicht.

00:07:12: Also wie gesagt, ich kann es nur, es war immer ein angenehmes Erlebnis dort, sind alles ja nett, alle gut drauf.

00:07:19: kriegt nach was zu essen, was Gutes, kann guten Gewissens dann mal sich die zuckerige Kohle reinstellen, die man sonst eher vermeidet.

00:07:26: Oder man stellt sich einen kurzen rein, das bin ich der Rausch aller Zeiten.

00:07:30: Früher als junger Erwachsener.

00:07:34: Die hast du noch mal eher nicht machen, aber... Ja,

00:07:35: aber was man halt so macht, wenn man in den vergangenen Jahren ist.

00:07:39: Wovor gerade beim Spenden sind, dann auch die Aufforderung sich bei der Stammzellen-Datenbank der deutschen Krebs... Hallo, DKMS-Deutsche.

00:07:50: Ich

00:07:54: habe es auch vergessen, ich wusste es mal.

00:07:56: Also die DKMS führt eine Datenbank mit Stammzellen, da könnt ihr euch eintragen lassen, ist auch ziemlich simpel, einfach nur einen Abstrich machen, aus der Mundschleimhaut und dahin schicken.

00:08:05: Deutsche Knochenmarkspende.

00:08:06: Deutsche

00:08:06: Knochenmarkspende Datei, genau.

00:08:09: Und ja, da geht es dann um Knochenmarkspende, die auch nicht mehr so schlimm sein soll, wie noch vor zwanzig Jahren, was dann die Mütter und Großmütter so kolportieren, dass man eine Woche lang im Krankenhaus unter großen Schmerzen einen Knochenmark rausgenommen kriegt.

00:08:21: Angeblich ist es nicht mehr ganz so schlimm.

00:08:22: Ich hab's noch nicht gemacht, mich haben sie noch nicht angeschrieben.

00:08:25: Ja, mich auch nicht.

00:08:26: Ich hab das, glaub ich, sicherlich schon zehn, fünfzehn Jahre her, dass ich da mal mich eintragen hab, lasse, aber das hat sich noch

00:08:32: keiner gemeldet.

00:08:32: Ich weiß nicht, ich bin ja umgezogen.

00:08:36: Ich krieg immer mal wieder Werbung von der DKMS für die DKMS, wo ich dann auch denke, Leute, muss ja nun nicht, ich bin ja schon dabei.

00:08:46: Spart euch das Geld doch lieber.

00:08:47: Sowieso würde ich das gerne allen zuhoben.

00:08:49: Spart euch das Geld, mir Post zu schicken.

00:08:50: Ich lese das alles nicht.

00:08:53: Ja, sobald ihr auch, könnt ihr hier ein bisschen thematisch zurückkommen in die Folge und in die Zeit, wenn die Leute das hören, die Leute, die immer sagen, ja, Weihnachten, ich will nix schenken, ich brauche nix geschenkt und so weiter, das kann man gut und gewissens machen.

00:09:05: Das ist quasi so ein Geschenk an die Allgemeinheit.

00:09:07: Spendet Zeug aus eurem Körper, das ihr nicht braucht, kann man alles hergeben, wächst wieder nach

00:09:10: und... Die eine Niere, die kann auch weg.

00:09:12: Genau, das macht vielleicht nicht so ohne Aufforderung, aber kann man machen.

00:09:17: Für die, die sagen ja, was soll ich Leuten schenken, die schon alles haben, da hier Blut, kann man immer brauchen.

00:09:23: Oder für die Leute, die alles haben, den Leuten, die alles haben, den schenkt man was Vermögensteuer am besten.

00:09:27: Also das wäre ein gutes Geschenk für die, die alles haben.

00:09:30: Aber... Also ich

00:09:31: verstehe mir gerade vorher so ein Beutelblut.

00:09:36: Ich hab aus meinem Blut einen Blutwurst gemacht und die essen wir jetzt.

00:09:40: Ja, gibt's, hat's jährlich schon mal jemand gemacht, ja?

00:09:42: Ja,

00:09:43: ich glaube, das glaub ich mal auf dem Chaos-Communication-Kongress oder was das Camp.

00:09:46: Glaub's, Eigenblutwurst-Workshop.

00:09:49: Ja, wir haben in den Sciencebusters Fernsehfolge, haben wir mal Bloody Mary aus Eigenblut gemacht.

00:09:54: Aber wo seid

00:09:55: ihr?

00:09:56: Bloody Mary aus ein...

00:09:59: Also, Bloody Mary mit echtem Blut tritt.

00:10:01: Ich weiß nicht mehr, was das Sinn war, das wir's gemacht haben, aber

00:10:03: wir haben's gemacht.

00:10:04: Habt ihr das auch getrunken?

00:10:05: Nee, also der, der das gespendet, der, der den Bluttropfen gegeben hat, hat es getrunken.

00:10:08: Ach, ein Tropfen.

00:10:09: Wir haben das gut gemischt.

00:10:10: Da wird man, ist der Durst gar nicht weg hinterher.

00:10:12: Nee, es war schon eine echte Planung mehr.

00:10:13: Wir haben das im Blut auch dabei.

00:10:15: Gestern haben Sie übrigens,

00:10:16: gestern

00:10:16: haben Sie übrigens in Deutschlandfunk das Science-Buster-Buch

00:10:20: besprochen.

00:10:20: Ja, habe ich gehört.

00:10:22: Und haben es auch gut besprochen, wo ich die ganze Zeit dachte, warum redet ihr nicht mit den Leuten, die es geschrieben hat?

00:10:27: Na, die sind doch ansprechbar.

00:10:29: Keine Ahnung mehr.

00:10:29: Wenn Sie das gemacht hätten, hätte ich Ihnen auch gesagt, dass paar Sachen waren schon falsch.

00:10:35: Also, das war eine gute Retention.

00:10:36: Freuen wir uns sehr darüber.

00:10:37: Aber gerade in Deutschland merkt das oft.

00:10:40: In Deutschland konzentriert man sich immer noch sehr auf die Frühzeit der Sciencebusters.

00:10:44: Also auf die drei Leute, die Sciencebusters gegründet haben damals.

00:10:47: Die sind in Deutschland immer noch präsenter fast als die aktuelle Truppe.

00:10:51: Und die ist auch schon seit... Gut.

00:10:53: Knapp elf Jahren dabei, also länger als es die Sciencebusters gibt, seit achtzehn Jahren.

00:10:58: Also die neuen sind schon länger da als es die alten je waren.

00:11:03: Und natürlich besser, Heinz Werner und Martin Puntikam, die das gegründet haben, haben wir noch.

00:11:08: tolle Arbeit gemacht, aber die haben das dann als drei Wiener Originale bezeichnet.

00:11:13: Also typisch Wienerisch, dann das tolle Wiener.

00:11:16: Die müssten nur auf die Bühne kommen, dann wäre es schon unterhaltsam.

00:11:19: Genau,

00:11:19: aber Martin Puntigam kommt aus der Steiermark, Werner Grober aus Oberösterreich und Heinz Oberholmer aus Salzburg.

00:11:24: Also die drei Wiener Originale haben da die Deutschen sehr beeindruckt.

00:11:27: Ja, guck mal, das sind Journalisten, die recherchieren nicht so gern.

00:11:30: Ach nee, die machen das schon gut.

00:11:31: Ich höre den Podcast ja öfter, die selber Sachbuchbesprechungen dort, die sind schon gut.

00:11:36: Und haben auch das Buch.

00:11:38: Ja, und ich finde es auch schön, tatsächlich muss man auch sagen, also ich will ja jetzt nicht Kollegen schelten.

00:11:42: Ich finde die Art und Weise, wie sie es besprechen, eigentlich auch ganz schön, weil die hocken zusammen und erzählen sich was über die Bücher, die sie gelesen haben.

00:11:49: Sie tun so, als würden sie sich was, was ist natürlich auch alles durch, durch Design.

00:11:53: Aber Format und die Idee finde ich total gut.

00:11:56: Also wesentlich besser, als wenn dann irgendwie so ein komischer, blasierter, hier wie heißt dieser Typ vom ZDF, wo ich jedes Mal, ah genau, da möchte ich halt jedes Mal die Glotze aus dem Fenster schmeißen, wenn ich den irgendwie seine, seine dünkelhaften, Entschuldigung.

00:12:11: Ja, wenn schon Dünkel, wenn schon Dünkel, dann irgendwie ordentlich, so wie Rannitzky.

00:12:14: Genau, ja.

00:12:15: Das war eine früpfige Dünkel.

00:12:16: Aber

00:12:16: das war ja noch nicht, ich fand Rannitzky ja noch nicht immer wirklich Dünkel, sondern der hat ja...

00:12:22: Also

00:12:22: bei Check habe ich immer das Gefühl, der wolle mir was beweisen.

00:12:26: Ja.

00:12:26: Bei Rannitzky hatte ich das Gefühl, der wolle mir was zeigen.

00:12:29: Ja, und wie gesagt, wir wollen mehr anderen heute sowieso irgendwie ein bisschen rum.

00:12:33: Wenn wir schon dabei sind, lese bitte, lese bitte die Autobiografie von Marcel Reichranitzki.

00:12:36: Ich habe mir nicht gedacht, dass die so spannend ist, die habe ich vor Jahren mal gelesen.

00:12:40: Ich habe nicht gedacht, dass das so cool ist, dass da irgendwie so eine Literatur vorzieht, schreibt ein fettes Buch.

00:12:44: Aber der Mann hat ein Leben gehabt, der hat einen polnischen Geheimdienst und weiß Gott, was alles.

00:12:49: Und das ist in zweiten Welt, also das lese das bitte, das ist auch sehr gut geschrieben von ihm.

00:12:53: Ich

00:12:53: war vor Jahren, also vielen Jahren damals in Köln war das noch, da war das in Bonn.

00:13:03: Und

00:13:19: jetzt Bücher, die Geschichte der Mathematik muss neu geschrieben werden, behaupten zumindest zwei israelische Historiker, die israelische Archäologen, die die Vor- und Frühgeschichte des mathematischen Denkens untersucht haben, die haben etwas herausgefunden über die Halaf-Kultur.

00:13:42: Fragen wir nicht, was die Halaf-Kultur ist.

00:13:44: Die hat sich vor acht tausend Jahren in Nord Mesopotamien rumgetrieben, offensichtlich.

00:13:49: Und dort getöpfert, also wenn andere Sachen auch noch gemacht haben, aber das Getöpferte, haben wir noch.

00:13:54: Also da gibt es diverse Scherben, Töpfe, was man halt so töpfert.

00:13:57: Und da sind Muster drauf.

00:13:59: Und diese Muster haben diese beiden israelischen Archäologen jetzt untersucht und haben festgestellt, okay, da ist so Zeug drauf, was man halt so drauf getöpfert hat, also Muster, Tiere, Pflanzen usw.

00:14:08: Aber es gibt auch eine ganze Menge der abstrakte Darstellungen.

00:14:13: Sieht schon, es sind Pflanzen, aber es sind halt so abstrakte Darstände vom Pflanzen, die jetzt nicht irgendwie einer realen Pflanze direkt zuortbar sind und tatsächlich auch sehr mathematisch konstruierte Muster.

00:14:26: Ist das wollen nicht Manuskript?

00:14:28: Ja, nein, das wollen nicht Manuskript.

00:14:30: Das ist ja absichtlich irgendwie komfus.

00:14:31: Das ist wirklich so.

00:14:32: Du siehst jetzt, man kann sich das in dem Link, den wir uns schon uns geben, auch anschauen, ein paar Bilder davon.

00:14:37: Du siehst hier so ein Blütenblatt, das ist einfach so vier.

00:14:40: Blüten, die im gleichen Abständen so stehen, also kann man das sagen, so vierzackiger, so wie der Methodisch Stern nur mit einer Blüte mehr im gleichen Abstand so.

00:14:49: Und dann im nächsten sind es acht und dann sind es sechzehn und dann sind es zweiunddreißig.

00:14:54: und alle wirklich genau schön geometrisch angeordnet.

00:14:57: und einerseits hast du halt vierundsechzig war auch noch irgendwie drauf, also einerseits hast du halt man diese diese Geometrische Reihe, irgendwie, Vier, Acht, Sechzehn, Zweiund, Dreißig, Vierund, Sechzig und so weiter.

00:15:05: Das haben die gesagt, das wird schon den Sinn haben, dass das so ist.

00:15:08: Und dann brauchst du natürlich auch irgendeine Art von mathematischen, geometrischen Verständnis, um dann das alles so aufzuteilen.

00:15:15: Wenn du kannst klar, kann ich einfach irgendwie vier, acht, sechzehn Dinger von irgendwas irgendwo hinmalen.

00:15:19: Aber dass das alles so, alles gleichmäßig aufgeteilt ist in diesem Kreis, die Blüten alle gleich, gleich groß im gleichen Abstand und so weiter.

00:15:25: Du musst halt die Gewinkel einteilen und alles.

00:15:27: Also es ist da jetzt keine konkrete mathematische Formel irgendwo zu finden oder sonst irgendwie.

00:15:31: oder Gleichung, aber die sagen halt, man kann diese Art der Darstellung nur hinkriegen, wenn man irgendein Konzept schon hat von mathematischen, geometrischen Fähigkeiten.

00:15:43: Sonst kann man das so nicht machen.

00:15:45: Und das ist, wie gesagt, acht Tausend Jahre alt.

00:15:49: Okay, ich habe es jetzt noch nicht gesehen, aber warum sollte man sowas so nicht machen können?

00:15:52: Im Grunde musst du doch eigentlich nur das eine ideale Ding als Vorlage produzieren und kannst das dann immer wieder kopieren oder nicht?

00:16:01: Naja,

00:16:01: nein, aber du hast, wie gesagt, du musst, stell dir vor, du hast einen Kreis.

00:16:05: Ja.

00:16:05: Und in diesem Kreis möchtest du jetzt, den möchtest du jetzt in vier Teile teilen, vier gleichgroße Teile teilen.

00:16:11: Das musst du mal machen.

00:16:11: Und dann möchtest du den Kreis in acht gleichgroße Teile teilen, dann in sechzehn gleichgroße Teile, in zweiunddreißig gleichgroße Teile, in vierundsechzig gleichgroße Teile.

00:16:18: Also du musst es irgendwie aufteilen.

00:16:19: Natürlich ist das für uns heute selbstverständlich, dass das halt einfach geht.

00:16:22: Ich mach das einfach durch, aber wir haben das ja quasi schon... durch Kultur und durch Schulunterricht verinnerlicht, dass es halt so simpel ist, aber du musst erstmal irgendwann drauf kommen.

00:16:32: Das, wie das ist, Kreisverdoppeln, Räume aufteilen und so weiter.

00:16:37: Das ist alles etwas, was nicht aus dem Nichts kommt.

00:16:39: Nee, aber das ist doch, ich finde das ein bisschen schwer.

00:16:43: Also du hast diesen Kreis und du willst den halbieren.

00:16:46: Ja, dann machst du halt in der Mitte Schneidesten durch und musst halt so lange rumprobieren, bis es genau die Mitte ist, was du rausfindest, indem du die beiden Hälften übereinander legst.

00:16:55: Und das ist aber doch, was das ist.

00:16:56: Meinst du nicht, dass das intuitiv ist?

00:16:59: Nein, ja, ja, es ist intuitiv in einem gewissen Sinne, aber erstens mal natürlich ist es intuitiv und umprobieren, aber wenn du es dann in solchen dieser quasi unter Anführungszeichen Perfektion produzierst und dann eben auch in dieser Masse produzierst, dann ist es eben schon lange nicht mehr intuitiv, dann hast du da schon ein Rezept, dann hast du da schon dieses intuitive quasi irgendwie standardisiert und das Sagen die, ich zitiere jetzt mal hier aus dem Artikel, solche klar abgegrenzten Reihenfolgen deuten auf die Fähigkeit hin, Räume gleichmäßig aufzuteilen, sowie auf ein Verständnis von Verdoppelung und proportionaler Ordnung.

00:17:31: Dies so die Autoren der Studie weist auf eine Form der Arithmetik hin, die älter ist als die Entwicklung der Schrift oder der formalen Mathematik.

00:17:36: Also natürlich ist es keine echte Mathematik, aber es ist schon etwas, was überhaupt, ja ich mal da halt was hin und ich mach das halt mal irgendwie so und das schaut schön außen und da muss man sich schon was überlegt haben, dass es halt dann so gut aufgeteilt ist, wie es ist.

00:17:51: Vor allem weiß ich auch wirklich, was abstraktes ist.

00:17:54: Das ist keine Blume, die du in echt finden kannst, diese Blütenblätter sind dann.

00:17:57: Es ist wirklich ein etwas, was rein ästhetisch quasi ist.

00:18:06: Ich weiß jetzt nicht, ich bin jetzt kein Historiker und Archäologe für die Halaf-Kultur und sonst irgendwas, aber kann natürlich auch sein, dass die das überinterpretiert haben, aber es ist... veröffentlicht worden in einem wissenschaftlichen Journal.

00:18:19: Die Wissenschaft wird darüber diskutieren, aber zumindest scheint es jetzt halt etwas sein, dass wir schon acht tausend Jahre zumindest eine Ahnung davon haben, was Mathematik sein könnte.

00:18:31: Wäre ja immer interessant.

00:18:33: zu gucken, ob das Gehirn prinzipiell dazu in der Lage ist.

00:18:36: Also ich hänge immer noch bei meiner Frage, ob das nicht intuitiv sei.

00:18:40: Na ja, Mathematik ist ja im gewissen Sinne intuitiv, das ist schon, aber andererseits auch nicht immer.

00:18:44: Man könnte auch sagen, so was wie Zahlen sind intuitiv.

00:18:47: Ja, eins, zwei, drei, aber auch das muss nicht sein, weil ich könnte zum Beispiel, ich könnte mir durchaus jetzt, wenn ich ein bisschen nachdenke, eine Welt vorstellen, in der wir... keine Zahlen und keine Mathematik haben.

00:18:57: Oder auch wenn man zählt.

00:18:59: Nein, nein, nicht andere Zahlen.

00:19:00: Schöne Frage, mein klassisches Beispiel, du bist irgendwie hier ein, keine Ahnung, Ziegenhirte in vor sechstausend Jahren oder irgendwie so was.

00:19:07: Und du willst trotzdem irgendwie halt deine Ziegen irgendwie im Blick halten.

00:19:12: Jetzt bist du irgendwie okay, jetzt kannst du sagen, okay, ich zähle dir, Viecher.

00:19:14: Und dann ... lasse ich sie auf die Weide und dann hole ich sie wieder zurück und dann sehe ich sie nochmal und guck ob die Zahlen gleich sind.

00:19:19: Aber das ist ja schon Mathematik, da habe ich schon Zahlen, das Konzept der Zahl, ich habe das Konzept von Gleichheit und so weiter, aber ich könnte auch und so habt man es auch früher durch was gemacht, ich könnte einfach hier jetzt, ich nehme mir ein Haufen Stöcke, weiß ich nicht und dann, jedes Mal wenn eine Ziege rausläuft aus meinem Gatter, nehme ich einen Stock, dann habe ich am Ende ein Haufen Stöcke und dann wenn die Ziegen wieder reingehen, dann tue ich wieder einen Stock weg und dann Entweder am Ende ich habe keine Stoffe übrig, dann weiß ich, okay, alle da, oder ich habe noch einen Stock übrig, dann weiß ich, okay, es sind nicht alle da.

00:19:50: Für das Konzept brauche ich keine Zahlen.

00:19:53: Du brauchst kein Verständnis von Zahlen, du benutzt natürlich Zahlen.

00:19:56: Nein, nein, nein.

00:19:57: Sagen wir

00:19:58: mal so, du zählst, aber

00:19:58: du weißt nicht, dass du zählst.

00:20:01: Ja, aber dann zähle ich auch nicht.

00:20:02: Also ich vergleiche einfach nur, ich schaue einfach nur, habe ich noch einen Stock oder habe ich keinen Stock?

00:20:06: Da ist nicht zählen dabei.

00:20:07: So etwas Intuitives wie die Zahl ist etwas, was man sich irgendwann mal ausdenken muss.

00:20:11: Das Konzept der Zahl ist ja auch sehr, sehr, sehr absurd, weil eine Drei ist eine Drei, aber eigentlich geht es da quasi um die Dreiheit.

00:20:20: Also das ist ja auch etwas, was die Philosophie schon seit Jahrhunderten diskutiert, ob Zahlen... real sind oder ob Zahlen quasi erfunden sind, sind Zahlen entdeckt oder erfunden, gibt es etwas, gibt es die drei Abseits von drei Dingen, also kann eine drei existieren, ohne dass irgendwo auch drei Dinge sind, die durch die drei beschrieben werden.

00:20:40: Ja, kann man natürlich drüber nachdenken, nützt halt nix.

00:20:44: Ja, ist ja schon interessant.

00:20:45: Es

00:20:46: ist interessant, aber ist halt...

00:20:48: Da gibt es eine berühmte Arbeit, die habe ich, glaube ich, ich habe sie nicht gelesen, jetzt irgendwo rumliegen hier.

00:20:52: Intologie

00:20:52: der drei.

00:20:53: D. der Kind, hieß der Typ, der ganz berühmte Mathematiker, wichtiger Mathematiker eben auch, der viel grundlegend definiert hat.

00:21:01: Und der hat, äh, und ich habe es gerade gefunden, dass das schöne Werkgeschrieben allein in der Titel ist, so schön, was sind und was sollen die Zahlen?

00:21:13: Du musst dir schon überlegen, wenn du jetzt ernst auf die Mathematik treiben willst, so wie es wir heute treiben.

00:21:19: Dann muss das alles logisch konsistent sein.

00:21:22: Es muss alles irgendwie eine vernünftige Ordnung haben.

00:21:26: auf dieser Ordnung muss aufgebaut werden.

00:21:28: Als man das so im neunzehnten Jahrhundert die Mathematik so axiomatisch aufgebaut hat, ist sie erst die moderne Mathematik geworden.

00:21:35: Davor war die Mathematik auch immer so ein bisschen, wir probieren halt malen und das funktioniert irgendwie, wir wissen zwar nicht genau warum es funktioniert, aber es funktioniert halt.

00:21:41: und damit du sowas diese grundlegenden Aktionen... aufstellen kannst.

00:21:45: Also die Dinge, die du nicht beweisen kannst, sondern einfach, wir gehen davon aus, das ist jetzt halt so.

00:21:51: Und das ist die Grundlage von allem anderen.

00:21:53: Diese paar Dinger musst du am Anfang annehmen.

00:21:56: Und da musst du halt bitte Gedanken machen.

00:21:57: Und das hat eben Dedekind zum Beispiel in diesem Werk gemacht.

00:22:00: Da hat er gesagt, okay, das sind jetzt Zahlen.

00:22:04: Fertig.

00:22:04: Und das musst du immer mal definieren, weil darauf baut alles andere auf.

00:22:10: Und drum ist es durchaus auch nicht nur Gedanken, Spiele reißen, sondern auch wirklich wichtig gewesen, dass Menschen sich Gedanken darüber gemacht haben, was Zahlen sind und was sie sollen.

00:22:22: Ja, vielleicht bin ich zu dumm dazu, weil ich denke mir einfach, na ja, da reiß halt drei.

00:22:26: Und wenn du dann eins dazu tust, dann heißt das halt vier.

00:22:29: Ja, aber was heißt eins dazu tun?

00:22:32: Wie?

00:22:32: was heißt eins dazu tun?

00:22:34: Na was heißt das eins dazu tun?

00:22:37: Du

00:22:38: willst wissen, was ich mit eins meine, also welches Ding.

00:22:41: Ich damit meine.

00:22:42: Nein,

00:22:42: nicht mit Dingen, sondern du musst einfach, was heißt, eins dazutun?

00:22:45: Das muss man definieren.

00:22:46: Da gibt es, es ist gar nicht so einfach.

00:22:47: So, ich könnte, das kann ich jetzt...

00:22:49: Könnt ihr das mal sehen, machen, guck mal.

00:22:53: Also ich kann das im Podcast jetzt nicht leisten, weil da muss man wirklich, dass diese Aktionen, wo das drin steht, was eins dazutun heißt, das ist reine mathematische Symbolik.

00:23:02: Ja, also das ist, könnt ihr gerne in der Wikipedia Piano Aktion, euch zum Beispiel anschauen.

00:23:07: Da stehen halt diese... Das fängt an, eins ist, das übersetzt jetzt in normaler Sprache.

00:23:13: Das erste Aktion lautet dann, dass es eine Zahl wie null gibt.

00:23:16: Und das andere Aktion, nix lautet, jede Zahl, für jede Zahl gibt es eine andere Zahl, die der Nachfolger ist.

00:23:24: Null ist kein Nachfolger.

00:23:26: Und da aufbauen auf dem kannst du dann, dann kommen noch irgendwie drei, vier solche Aktionen.

00:23:32: Und wenn du das mal rein, wie gesagt, in dieser mathematischen Logik formalisiert hast, Dann kannst du mit diesen Dingen, wenn du sagst, es gibt eine Zahl und jede Zahl hat eine andere Zahl, die der Nachfolger der Zahl ist.

00:23:46: Und dann hast du sie sortiert, weil du gesagt hast, dass... die Null keine Nachfolger hat, also die Null ist keine Nachfolger, das heißt die muss am Anfang stehen, dann hast du schon ein bisschen Ordnung drin.

00:23:57: und wenn irgendwie zwei Zahlen denselben Nachfolger haben, dann sind die zwei Zahlen dieselbe Zahl und so.

00:24:03: Also sowas musst du am Anfang definieren.

00:24:05: und wenn du das alles gemacht hast, dann kannst du daraus Regeln ableiten, wo rauskommt, wenn ich eins dazugebe, ist eins mehr.

00:24:14: Das ist gar nicht so einfach.

00:24:16: Prädikatenlogik heißt der ganze Quatsch.

00:24:19: Wenn man das in der Mathematikstudie macht, macht man das eigentlich ganz selten.

00:24:23: Da muss man logistisch studieren.

00:24:25: Logik studieren Philosophie in der Philosophie.

00:24:29: Das ist was.

00:24:29: Prädikatenlogik ist... Das ist genau das.

00:24:32: Da haut es dir wirklich so den Kopf durch.

00:24:34: Rechnen kann ich halt auch ohne Predikaten.

00:24:36: Logik.

00:24:37: Ja,

00:24:37: aber ja, schon.

00:24:38: Du kannst schon rechnen.

00:24:39: Natürlich kannst du rechnen.

00:24:40: Aber Mathematik ist ja nicht nur rechnen.

00:24:42: Rechnen ist quasi das.

00:24:44: Ich kann auch.

00:24:45: Ich kann ein Auto bauen und jetzt verwissen wie die ganze Zeugvolle Autobildesbeispiel.

00:24:49: Ich kann ein Haus bauen, ohne eine Verstarbung zu haben.

00:24:52: Ja, das haben die auch gemacht früher.

00:24:54: Die haben einfach ihre gigantischen Kathetralen gebaut, ohne zu wissen, was sie tun.

00:24:57: Sondern sie haben gewusst, wenn ich so mache, funktioniert es.

00:24:59: Sie haben nicht gewusst, warum funktioniert.

00:25:00: jetzt.

00:25:01: Genauso kann ich auch rechnen, wenn ich gewisse Rezepte habe, wenn ich Mathematik treiben will und wissen will, warum ist das so, was folgt daraus und so weiter, dann muss da irgendeine logische Ordnung drinstecken und die muss am Anfang anfangen.

00:25:13: Ja, ich verstehe es.

00:25:14: Ja,

00:25:14: sonst könnte ja jeder kommen, letztlich.

00:25:17: Sonst kannst du halt einfach irgendwas ausdenken und drum brauchst du halt, musst halt sowas, was dir halt intuitiv erscheint, wenn ich eins dazu gebe, dann ist es halt eins mehr.

00:25:27: Ich muss das vorher irgendwie definieren.

00:25:29: Ich muss sagen, was heißt das, wenn ich eines dazugebe?

00:25:31: Und das ist gar nicht so simpel.

00:25:32: Also die Mathematik ist einerseits was Intuitives, wie wir da gesehen haben vor acht tausend Jahren, aber andererseits ist sie auch etwas, was eigentlich ganz wenige Intuitiv ist, weil ich halt wirklich Dinge, die mir intuitiv erscheinen definieren muss.

00:25:47: Das war ja auch dieser... Der berühmte Witz ist übertrieben, weil Leute, die in wenig Ahnung von Mathematik oder Philosophie haben, haben dem wahrscheinlich nie gehört.

00:25:54: Aber es gibt ja dieses berühmte Werk von Russell und Whitehead, die zwei Philosophen, die haben Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, probiert halt wirklich genau das zu machen.

00:26:05: Also wirklich von den absolut Grundlagen.

00:26:08: Einmal... alles wirklich sauber aufschreiben.

00:26:11: Wir gehen jetzt von diesen Dingen aus und wir nehmen nur, dass das minimalst möglich ist.

00:26:16: Nehmen wir an und von diesem minimalst möglichen arbeiten wir uns dann Schritt für Schritt logisch vor, bis wir bei der normalen Mathematik sind.

00:26:23: Und die haben dann, glaube ich, das kann man nicht lesen heute, dieses Buch, das ist wirklich voll, einfach nur mit Symbolen, aber die haben ungefähr zweihundert Zeiten gebraucht, bis sie vom minimal möglichen, den minimal möglichen Annahmen, soweit waren, dass sie eins plus eins gleich zwei rechnen konnten.

00:26:39: Ja, da hab ich's mit meinen Händen einfacher.

00:26:42: Ja, ja, aber dafür war das dann ... Und trotzdem Sie das gemacht haben, das war dann das Buch, das so einer wie Kurt Gödel vielleicht wahrscheinlich zum Spaß gelesen hat, weil der war ja auch Ihre der Mann, und der hat dann gezeigt, ja, könnt ihr machen, Leute, sowas euch ausdenken, aber ihr werdet's trotzdem nie hinkriegen, dass ihr alles abdeckt.

00:27:02: Also, wenn eure Logik mächtig genug ist, um ... das zu tun, was Mathematik tut, dann ist sie per Definition auch immer unvollständig.

00:27:12: Dann gibt es immer Sachen, die mit eurer Logik nicht erklärt werden können oder nicht bewiesen werden können.

00:27:16: Das ist ein Unvollständigkeitssatz von Gödel.

00:27:18: Das hat weitreichende Auswirkungen, wenn man sich überlegt, was Zahlen sind.

00:27:24: Na würde das denn eigentlich nicht gleich bedeuten, dass Mathematik überhaupt nicht zu begründen ist?

00:27:31: Natürlich Mathematik ist keine Naturwissenschaft, Mathematik ist eine Formalwissenschaft.

00:27:36: Ich definiere mir formale Regeln und dann gucke ich, wo ich damit hinkomme, dass die Mathematik geeignet ist, um die Natur zu beschreiben ist ein überraschender Bonus, dass das so gut funktioniert, aber im Prinzip die Mathematik braucht die Natur nicht.

00:27:47: Die Mathematik kommt aus sich selbst raus.

00:27:49: Wir definieren unsere logischen Regeln und dann schauen wir, was da alles daraus folgt.

00:27:55: Und im Prinzip folgt aus diesen simplen Sachen irgendwie hier, es gibt eine Null, jede Zahl hat einen Nachfolger und so weiter, aus dem folgt alles andere.

00:28:01: Also bis hin zu den irrsten Differenzialgleichungen, was auch immer, kommt alles aus diesen simplen Dingen raus, wenn du einfach nur Schritt für Schritt logisch weiter machst.

00:28:10: Und das könnte ein Hinweis darauf sein, dass da doch irgendwas Fundamentales drin steckt, weil dieser willkommene Bonus halt... auf jeder Skala funktioniert, auf der du ihn anwendest.

00:28:19: Ja, das ist halt auch, da sind wir wieder in der Philosophie.

00:28:21: Es gibt tatsächlich auch so philosophische Theorien von Leuten, die ein bisschen dubios finden.

00:28:25: Aber die sagen zum Beispiel, ja, das ist kein Zufall, dass das Universum mathematisch beschreibbar ist.

00:28:31: oder so wie Galileo Galilei gesagt hat, das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.

00:28:36: Also es ist kein Zufall, sondern es liegt daran, dass das Universum selbst ein mathematisches Objekt ist.

00:28:41: Also es ist Mathematik.

00:28:42: Ich weiß zwar nicht, was das bedeuten soll und ich glaube, die Typen, ich mir fällt der Name.

00:28:46: gerade nicht ein von den Philosophen, einer von diesen Komischen.

00:28:50: Also ein aktueller Techmark, glaube ich, Marx-Techmark, den ich irgendwie ein bisschen bescheuert finde.

00:28:57: Das ist auch, ja, das Techmark ist einer, das ist einer von so effektiver Alturismus.

00:29:02: Ach so

00:29:02: was, ja, sehr geil, ja.

00:29:04: Und aber der hat diese Hypothese des mathematischen Universums aufgeschoben.

00:29:07: Ich glaube auch der weiß nicht, was es heißen soll.

00:29:10: Das Universum ist ein mathematisches Objekt.

00:29:11: Aber klar, man kann auch sagen, das Universum ist Mathematik.

00:29:15: Und dann ist es logisch, dass die Dinge mathematisch beschreibbar sind.

00:29:20: Aber wie gesagt, da sollen sich die Leute, die beiden, von was denkst du denn so?

00:29:25: Ja, genau.

00:29:25: Die können das gut kümmern.

00:29:27: Das sind doch jede Philosophin.

00:29:28: Genau, die können das gut kümmern.

00:29:30: Ich komme ein bisschen in die jüngere Geschichte.

00:29:33: Es gibt ja dieses Mem, ich weiß nicht, ob du davon schon mal gehört hast, dass jeder Mann mindestens einmal am Tag ans Imperium Romanum denken würde.

00:29:41: Ja, ist halt Humbug,

00:29:42: aber ja, ich habe es gesagt.

00:29:43: Ich war Humbug, aber ich

00:29:44: habe es davon gehört.

00:29:45: Das ist ja auch Humbug, das ist ein Mem.

00:29:47: Irgendwann hat das mal irgendwo in irgendein Forum geschrieben und dann hat sich das von da aus verselbst.

00:29:51: Ich finde es sehr, sehr lustig, weil natürlich ... ist alleine das Nachdenken über dieses Mem ein Denken ans Imperium Romanum.

00:29:58: Und die Bibel macht das halt neidens Spaß.

00:30:00: Das jetzt alle, die hier zuhören, auch ans Imperium Romanum denken.

00:30:04: Vor allen Dingen die Männer, weil Männer denken täglich ans Imperium Romanum.

00:30:07: Ich wollte dem jetzt hier mal ein bisschen Vorschub leisten.

00:30:10: Es ist schon etwas älterer Geschichte.

00:30:16: Die Wissenschaft, und zwar internationale Wissenschaftlerinnen, haben Ausgrabungsdaten zusammengetragen.

00:30:22: Historische Quellen, Satellitenbilder haben sich die Topografie angeguckt.

00:30:26: Und zwar das Imperium Romanum um ungefähr hundertfünfzig nach Christus.

00:30:33: Und haben, ja, Journalistinnen nennen es ein Google Maps.

00:30:39: der römischen Verkehrswege erstellt.

00:30:41: Sie haben tatsächlich ein Modell aller römischen Straßen und zwar hunderttausend Kilometer Hauptstraßen und fast zweihunderttausend Kilometer Nebenstraßen in dieses Ding rein modelliert.

00:30:57: Cool.

00:30:57: Genau, wirklich von Großbritannien bis Italien bis nach Nordafrika über den Balkan, also wirklich überall, wo Römer waren und mutmaßlich, muss man sagen, Wege angelegt haben, haben die ihr Modell sozusagen aufgezogen.

00:31:14: Was sie nicht machen konnten ist, sie haben wenig archäologische Funde.

00:31:20: zu den Straßen gefunden, sondern haben gesagt, okay, da gibt es einen Startpunkt, da gibt es einen Endpunkt, irgendwie müssen die dahin gekommen sein.

00:31:25: Wie sieht denn hier die Topografie aus?

00:31:28: Wie hätte der Römer höchstwahrscheinlich einen Weg angelegt an dieser Stelle?

00:31:33: Das haben sie, also es ist relativ viel, sie nennen es, begründete Rekonstruktionsvorschläge in diesem Ding.

00:31:41: Aber es ist trotzdem ein sehr, sehr faszinierendes Teil, finde ich.

00:31:45: Also erst alle Wege für nach Rom, kann man ganz gut sehen.

00:31:49: Also außer die Nebenstraßen, die führen auf die Hauptstraßen, die führen dann Rom.

00:31:53: Und das ist schon, ich mein, wir reden über dreihunderttausend Kilometer auf irgendeine Art und Weise befestigter oder zumindest angelegter Weg.

00:32:04: Und das finde ich schon echt enorm.

00:32:05: Okay, einige hundert Jahre Zeit, aber ja.

00:32:09: Die wichtige Frage ist, gibt es Google Street View?

00:32:12: Genau.

00:32:14: Ja, und Werbeeinblendung über Astrix.

00:32:16: Hier lecker Garum.

00:32:17: Genau.

00:32:19: Ach gefällt beide, ich muss den neuen Astricks noch auslesen.

00:32:21: Oh, der

00:32:21: ist sehr schön geworden, finde ich.

00:32:23: Also nachdem der

00:32:24: letzte oder

00:32:24: vorletzte, das war das die weiße Iris, hieß er, glaube ich.

00:32:27: Den fand ich nicht so schön, war nicht so gut gelungen, aber der Letzte ist richtig gut gelungen hier.

00:32:31: Ich habe angefangen damit, bevor ich nach Deutschland gefahren bin und dann dachte ich, nehme ich nicht mit, weil sonst verliere ich ihn oder mache ihn kaputt.

00:32:37: und dann dachte ich, da muss ich lesen, wenn ich zurück bin, aber habe ich noch nicht gemacht, muss ich noch zu Ende lesen.

00:32:41: Ja,

00:32:41: ja, ja, also ja, es ist in jedem Fall eine Empfehlung.

00:32:44: Gut, aber dann kann ich gleich mein nächstes Thema, das passt jetzt schön zu dem neuen Asterix in Lusitanien, denn die... Geschichte der Geographie wird umgeschrieben werden müssen.

00:32:55: Alle Geschichten aller Wissenschaften müssen umgeschrieben werden.

00:32:58: Das wird der Sendungstitel.

00:33:02: Die Geschichte aller mögliche Wissenschaften muss neu geschrieben werden.

00:33:11: So, das wird der Sendungstitel.

00:33:13: Denn es geht um die Iberische Halbinsel.

00:33:15: Wir wissen alle, wie die Iberische Halbinsel aussieht.

00:33:19: Ungefähr wie Spanien.

00:33:21: Da ist Spanien, da ist Portugal, da fahren wir auch gerne hin.

00:33:25: Und diese Halbinsel wird sich in Zukunft anders darstellen, als sie es jetzt tut.

00:33:31: Und dann werden wir die Geschichtsbücher oder die Geografiebücher umschreiben müssen.

00:33:36: Denn die Iberische Halbinsel rotiert.

00:33:39: Ich habe nur die Überschrift gesehen und habe gedacht, nicht jetzt!

00:33:42: Ideerische Halbpinsel!

00:33:46: Was ist denn da?

00:33:46: Wie rotiert die denn?

00:33:49: Im Uhrzeigersinn.

00:33:49: Ah,

00:33:50: dann ist ja

00:33:54: gut.

00:33:55: Wir wissen ja, dass es sowas gibt wie Platten-Tektorik.

00:33:58: Und wir wissen, dass das auch im Mittelmeer stattfindet, weil das ist gerade eine Plattengrenze.

00:34:02: Darum haben wir auch sowas wie die Alpen, weil Afrika Nordwärts kommt.

00:34:07: Also Afrika kommt nach Norden, liebe ... AfD-Futzis und FPÖ-Futzis und so, also könnt ihr euch gleich wieder die nächste

00:34:15: Story

00:34:16: ausdenken.

00:34:17: Ihr Koffer habe ich vorhin gelernt, muss man sagen.

00:34:19: Ja

00:34:19: genau, Koffer, Koffer, sehr gut.

00:34:23: Also Afrika drückt nach Norden gegen Spanien und das ist, das ist interessant, da können wir auch darüber ewig lang reden, weil du hast ja da bei Gibraltar, das ist also die Engstelle, Mittelmeer, Atlantik und je nachdem wie sich das gerade da so lokal verschiebt, das war schon mal zu auch, also da war wirklich zu und dann ist im Laufe der folgenden Jahr Millionen das Mittelmeer ausgetrocknet.

00:34:44: Das Mittelmeer war weg zwischendurch mal.

00:34:47: Ja.

00:34:48: Und dann kam es wieder.

00:34:50: Das sind so Dinge, wo ich mir denke, da hätte ich echt gerne Zeitmaschine.

00:34:53: Ich hätte das echt gerne gesehen, wie dieser Damm bei Gibraltar aufgebrochen ist und dann plötzlich der Atlantik rein.

00:34:59: Das muss cool ausgesehen haben.

00:35:00: Das muss vor allen Dingen ein aber witziges Geräusch gewesen sein auch.

00:35:04: Ja.

00:35:05: Das ist ja schon ein Wasserfällen, das muss ja der größtmögliche Wasserfall, ja, eine Zeitmaschine wäre geil.

00:35:12: Genau, aber das war schon bekannt, darum geht es nicht, aber man weiß halt, wie sie da hier, der Gibralta-Bogen heißt, das ist eine Subduktionszone, wo Spanien und Afrika einander stoßen.

00:35:21: Und der ganze Rest, also die restlichen Plattengrenzen in der Region, die hat man bis jetzt offersichtlich noch nicht so im Detail untersucht gehabt, noch nicht gekannt.

00:35:29: Und das hat jetzt ein... gewisser Asier-Madarietta von der Universität des Baskenlandes untersucht.

00:35:37: Also der hat Daten vereinheitlich dem Wegen.

00:35:39: Der hat wirklich Erdbeben-Daten von seit neunzehn-achtzig, Satellitendaten seit neunzehn-neuer-neunzig alles zusammengesucht, GPS-Daten, seismische Daten, regionale Quellen, lokale Quellen.

00:35:51: All das hat der mit Kolleginnen und Kollegen zusammen gesammelt, vereinheitlich und ein entsprechendes hoch auflösendes Modell.

00:35:59: der Tektonischen Spannungen auf der Iberischen Halbinsel, der ganzen der Deformationen im Untergrund, also das, was die Leute machen, die sowas machen, dann bin ich einmal so komplett Spanien, Iberische Halbinsel, einmal komplett tektonisch durch.

00:36:15: untersucht.

00:36:15: Vermessen.

00:36:16: Genau.

00:36:17: Und jetzt sieht man halt, wie man das gemacht hat, dann kannst du halt gucken.

00:36:20: Das ist genauso wie wenn wir in der Astronomie, so wie mit einem Gaia-Teleskop, einmal die Milchstraße komplett durchvermessen, dann sehen wir auch jede Menge Dinge, die wir vorher nicht gesehen haben, weil wir jetzt da jetzt ein Daten haben.

00:36:29: Und jetzt haben sie das dann alles entsprechend geschaut, auch geschaut, wohin bewegt sich alles, welche Teilplatte, welche Struktur bewegt sich?

00:36:36: wohin und zeigt sich, die bärische Halbinsel dreht sich.

00:36:40: Also das bewegt sich.

00:36:42: Also die... Das liegt da, wie gesagt, weil die Gibralte afrikanische und eurasische Platte aufeinander stoßen, gibt es halt Spannungen, die sich vor allem dann eben in Spanien auswirken, im Südwesten der jährischen Halbinsel.

00:36:56: Aber östlich gibt es dann einen, da ist die Kruste ein bisschen dünner, östlich der Straße von Gibralte und dieser dünne, größten Teil, der lässt sich leichter deformieren, das ist quasi der Knutschzone, die so ein bisschen was von dieser... Kraft von Afrikas abpuffert.

00:37:13: Und deswegen kriegst du halt, weil du so ungleiche Kräfte hast, weil du einmal diesen dünnen großen Teil hast und andererseits da westlich von Gibraltar eben nicht, wo die wirklich zusammenstoßen, so eine ungleiche Verteilung.

00:37:23: und deswegen hast du den Südwestrand der Iberischen Halbinsel, der sich nach Nordwesten bewegt und den Nordostrand nach Süden, was nichts anderes heißt, wenn du es auf eine Karte malst, dass die gesamte Iberische Halbinsel sich um ihre Achse dreht im Urzeigersinn.

00:37:37: Machst du, reißt die dann auch irgendwann von Frankreich ab?

00:37:40: Oder muss ich so eine Perforation hier abreißen?

00:37:43: Das kann gut sein, was dann passiert.

00:37:45: Oder ich meine, abreißen, was soll denn hin?

00:37:47: Also wenn es etwas so heißt, Gestein, also ich nehme an, dass die Pyrenäen werden dann wahrscheinlich ein bisschen höher werden, als sie es jetzt sind, wenn sich das irgendwie so verschiebt.

00:37:55: Vielleicht kriegst du dann irgendwie, kriegst du dann so einen Gip, auch an der Nord, was ist da, Biskayabucht oder so.

00:38:01: Da oben ist, vielleicht kriegst du da dann irgendwie so ein Gipirge hin oder so.

00:38:03: Das weiß ich alles nicht.

00:38:04: Das müsste man mal gucken, was dann

00:38:06: rauskommt.

00:38:07: Schau mal, ja, warten wir mal ab und gucken mal, was da so ist.

00:38:10: Ich habe derweil was Schönes zu einem meiner Lieblingsmythen gefunden und zwar ist einer meiner Lieblingsmythen dem Mythos von der Leistungsgesellschaft.

00:38:20: Das ist ja das, was immer wieder erzählt wird.

00:38:22: Wenn man sich nur hinreichend anstrengt, dann kann man es ganz bis nach oben schaffen.

00:38:27: Es gibt auch tatsächlich Menschen, denen das gelungen ist.

00:38:30: Das sind sehr wenige.

00:38:31: Und diese Erzählung gilt natürlich nicht für alle Menschen.

00:38:35: Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen.

00:38:37: Ich mach das einfach mal.

00:38:38: Die gilt nicht für alle Menschen, weil das ein theoretisches Konzept ist.

00:38:42: Das ist ein modelhaftes Konzept, diese Leistungsgesellschaft.

00:38:44: Und Modelle funktionieren immer ganz gut, wenn man Störvariablen rausrechnet.

00:38:48: Und die größte Störvariable für dieses Modellleistungsgesellschaft ist... Der soziokulturelle Zustand oder die soziokulturelle Herkunft der Person, die an dieser Leistungsgesellschaft teilnimmt.

00:39:01: Das sehen wir ja seit Jahrzehnten.

00:39:04: Kinder besser gebildeter Eltern machen bessere Noten für die gleichen Arbeiten, weil es natürlich so eine Voreingenommenheit bei der Lehrerschaft gibt.

00:39:12: Wenn du erbst, ist der Aufstieg viel einfacher, weil du viel mehr Risiko eingehen kannst.

00:39:16: Es gibt ja zahlreiche Arbeiten drüber.

00:39:19: Und darum halte ich das für ein Mythos.

00:39:21: Und die Geschichte von der Leistungsgesellschaft erzählen sich interessanterweise auch im Wesentlichen, zumindest in meiner Wahrnehmung, Menschen, die ich dem Bildungsbürgertum zurechne.

00:39:30: Und das Bildungsbürgertum ist ja so eine vergleichsweise kleine gesellschaftliche Schicht.

00:39:39: Ich spitz einfach zu, das macht's mir leichter.

00:39:41: Das Bildungsbürgertum kann wenig mehr, außer diszipliniert zu büffeln.

00:39:46: Das ist was das Bildungsbürgertum kann.

00:39:48: Und weil das Bildungsbürgertum trotzdem irgendwie rechtfertigen muss, besonders wichtig zu sein für die Gesellschaft, auch rechtfertigen muss, dass sie... Das Bildungsbürgertum reklamiert ja auch die Macht für sich.

00:40:00: Das muss auch irgendwie gerechtfertigt werden.

00:40:02: Darum erfinden die sowas von der Leistungsgesellschaft und denken Büffeln und viele Bücher im Schrank stehen haben, hätte irgendwie was mit Leistung zu tun, was natürlich Quatsch ist.

00:40:09: Weil ihr könnt zur Abwechslung ja mal ein Dach decken.

00:40:13: Und dann gucken wir mal, was Leistung ist und was nicht.

00:40:16: So, das war jetzt ein langer Exkurs, um eine relativ kurze Sache zu sagen.

00:40:21: Was nämlich ein paar Wissenschaftler in der Uni Würzburg gemacht haben.

00:40:24: Die haben sich mal ein paar Jugendliche angeguckt.

00:40:27: Dummerweise in Chile, darum wird das deutsche Bildungsbürgertum immer weiss, dann ja, das ist eine Insel, kann ja gar nicht sein.

00:40:34: Sie haben sich Jugendliche in Chile angeguckt und zwar nicht nur einmal, sondern mehrfach einmal jetzt und dann nochmal nach vier Jahren und haben sich gefragt, was passiert denn eigentlich mit Jugendlichen, die im Wettbewerb stehen?

00:40:49: Wie wirkt sich eigentlich diese Wettbewerb?

00:40:53: Wie nennt man das das Kompetitive in diesen Jugendlichen?

00:40:56: Wie wirkt sich das denn eigentlich aus und zwar auf deren Prosozialität?

00:41:02: Stellt sich raus?

00:41:03: Schlecht!

00:41:05: Wettbewerb, zumindest um Universitätsplätze, Wettbewerb schadet der Menschlichkeit.

00:41:11: Jugendliche, die im Wettbewerb und Universitätsplätze stehen, sind weniger sozial, weniger hilfsbereit und zwar nicht nur während sie im Wettbewerb stehen, sondern auch mindestens vier Jahre danach.

00:41:23: Wer keinen Konkurrenzdruck hatte, als Jugendlicher, ist sozialer und hilfsbereiter.

00:41:30: Und wie immer bei Jungs war der Effekt deutlich stärker.

00:41:35: Da sagt das Bildungsbürgertum jetzt, ja, das liegt daran, dass die so viel, äh, was haben die Östro-Gen-Gäste?

00:41:41: Nee, das Testosteron, weil die so viel Testosteron haben.

00:41:45: Und die anderen sagen ja letztlich daran, weil ihr Jungs, wie Jungs, erzieht, weil Jungs werden nicht geboren, sondern die werden gemacht.

00:41:51: Kann man sich dann überlegen.

00:41:53: Wenn man da stärker anhängen möchte, ich glaube, da ist noch ein bisschen Umstrittenheit im Spiel.

00:42:01: Genau.

00:42:01: Also Leistungsgesellschaft macht unmenschlich.

00:42:06: So würde ich es mal überschreiben.

00:42:08: Einfach nur damit auch das Bildungsbürgertunus versteht.

00:42:11: Jetzt könnte man natürlich sagen, das ist ein Verschwörungsmythos, wenn du so was sagst.

00:42:14: Natürlich ist das ein Verschwörungsmythos.

00:42:16: Und es gibt eine interessante Studie.

00:42:19: Ich fürchte,

00:42:19: ich habe die auch, aber ja, ich höre es.

00:42:21: Die aus Schweden.

00:42:24: Und die Universität

00:42:25: Lin Köping.

00:42:27: Oh nee, sie ist nicht aus Schweden, da bin ich jetzt mal gespannt.

00:42:29: Okay, gut, ich hab noch eine andere, ich hab zwei zu diesem Thema, aber es geht... Oh doch, hier

00:42:32: in Schweden, doch!

00:42:35: Dann erzähl du diese Geschichte, dann erzähl ich meine andere.

00:42:37: Ach so, vielleicht hab ich die auch.

00:42:40: Ja, okay, dann guck ich mal.

00:42:40: Also, ähm, wo haben wir es denn?

00:42:43: Schwedische und britische Wissenschaftlerinnen haben geguckt, wer denn eher Verschwörungsmythen zuneigt und stellt sich raus... Es sind natürlich die Konservativen, die tendenziell Verschwörungsmythen zuneigen, so sagt man es.

00:43:01: In Schweden und Großbritannien haben sich die Leute angeguckt und gesehen.

00:43:06: Das konservative, habe ich gerade schon mal gesagt, zum Dritten Mal, im Durchschnitt, das ist das Wichtige.

00:43:09: Darauf scheinen sie sehr großen Wert zu legen.

00:43:11: Konservative seien im Durchschnitt empfänglicher für Verschwörungsmythen und teilen im Internet, im Durchschnitt bevorzugt irreführende Inhalte.

00:43:23: Aber das gilt natürlich nicht für jeden einzelnen Konservativen und jede einzelne Konservative.

00:43:28: Erklären wollen die Autorinnen der Studie.

00:43:32: dass mit Persönlichkeitsmerkmal, mit stärkerem Misstrauen gegenüber Institutionen oder Konservative haben wir ja erstellen können, ein Misstrauen gegen den Staat, gegen den Nanny-Stadt, darum verbieten sie so viel, weil sie gegen den Staat sind.

00:43:44: Was ich da tatsächlich problematisch fand, also Konservative sind im Durchschnitt verschwörungsgläubiger als Liberale, die haben sie auch auf die andere Seite gestellt, dass es nur im Durchschnitt so ist, deckt sich witzigerweise überhaupt gar nicht mit... mit den Forschungsergebnissen des Holger Klein-Instituts für eine ektotische Empirie.

00:44:06: Also meine Alltagsbeobachtung.

00:44:08: Meine Alltagsbeobachtung ist tatsächlich so, dass konservative Neigen eher Verschwörungsmythen zu, für allgemeinerbar zu sein scheint.

00:44:16: Und ich habe auch eine viel einfache Erklärung und bitte Occam's Razor anzuwenden an dieser Stelle.

00:44:22: Meine Erklärung ist Denkfauleid.

00:44:24: Konservative denken immer nur genau so weit, bis sie irgendeinen Nutzen für sich selbst erkennen können und bleiben dann da stehen.

00:44:31: Weil Sie

00:44:32: ganz genau wissen, dass, wenn Sie ein Stück weiter denken, Ihre eigene Rechtfertigung ins Wanken gerät.

00:44:37: Ja, aber genau das, ich habe den Artikel ja auch gelesen, das sagen die auch aus dem Zeitungsartikel dazu, bei einem wesentlichen Ergebnis jedoch zeigt ein konservativ und liberale keinen Unterschied und unterstützte ein, wenn auch noch so Harnepüchenes Argument ihrer jeweilige politische Position akzeptieren beide es gleichermaßen bereitwillig.

00:44:57: Und ich glaube, das ist halt dieser Confirmation bias, der, glaube ich, halt alle Menschen betrifft, egal welche politische Einschränke hast.

00:45:02: Wenn du was siehst, wo du denkst, Paha, ja genau, das habe ich mir immer schon gedacht.

00:45:06: Dann schaust du dich mal nach, ob es auch wirklich stimmt.

00:45:08: Ja.

00:45:09: Und ich glaube, das ist halt wirklich unabhängig.

00:45:10: Und drum ist es vermutlich dann eben auch das, was sie gemeint haben mit dem Durchschnitt, weil im Durchschnitt sind wir alle gleich blöd und fallen auf Zeug rein.

00:45:21: Oder so.

00:45:22: Fand ich aber die Erklärung mit der Denk-Faulheit, fand ich also wesentlich angenehmer.

00:45:26: Ja, ist ja auch Denk-Faulheit, die wir weiter nachdenken, aber vielleicht sind konservative dann drüber hinaus auch noch in anderen Dingen Denk-Faul und die Liberalen halt dann nur, wenn es darum geht, das zu prüfen, was man eh super findet.

00:45:39: Ja.

00:45:40: So, aber ich habe noch eine andere, die betrifft speziell Österreich, die fand ich auch interessant.

00:45:46: Da ging es um die Frage, Jetzt nicht so sehr wie die österreichische Bevölkerung oder was auch immer der Wissenschaft vertraut, sondern wie sehr vertrauen Österreichs Parlamentarierinnen und Parlamentarier, also die, die im Parlament sitzen, wie sehr vertrauen die der Wissenschaft.

00:46:02: Und was für eine Rolle spielt die Volksmeinung?

00:46:08: Ein österreichischer Politologe, der aber an der Uni Oxford ist, der hat ein Forschungsjahr im österreichischen Parlament gemacht, wusste nicht, dass so was geht, aber hat er gemacht und hat dort anscheinend rumgeforscht und hat unter anderem erforscht, wie das Vertrauen eben der Abgeordneten.

00:46:23: im Parlament zur Wissenschaft ist.

00:46:26: Und hat das natürlich auch verglichen mit der Bevölkerung.

00:46:29: Also die ist schon auch irgendwie inkludiert, aber die ist quasi nicht der Fokus, sondern nur der Vergleichswert.

00:46:33: Und Abgeordnete haben im Durchschnitt, sagt er, ein höheres Vertrauen in Wissenschaft als die Bevölkerung.

00:46:42: Das trifft nicht auf alle Parteien zu.

00:46:46: Jetzt möchte ich natürlich meine Vorurteile bestätigt kriegen von dir und ich bin gespannt, was wirklich passiert.

00:46:51: Ja, die sind, glaube ich, leicht zu bestätigen, die Vorurteile.

00:46:53: Aber das Ganze ist auf einer siebenstufigen Skala gemessen worden.

00:46:57: Eins ist, ich habe überhaupt keinen Vertrauen, sieben ist, ich habe vollstes Vertrauen.

00:47:01: Und die Bevölkerung sagt, okay, wir vertrauen im Durchschnitt der Wissenschaft.

00:47:09: Politiker, der hat nicht nur ein Nationalrat, sondern auch die Landtage, alle neuen Landtage in Österreich auch noch befragt.

00:47:15: Und wenn du da einmal komplett drüber mittelst, kommst du auf Fünf Komma Vier.

00:47:20: Also ein bisschen mehr als die Bevölkerung von Fünf Komma Eins.

00:47:23: Aber dieser Wert wird gedrückt, und zwar von der FPÖ, der österreichischen Rechtsextremen Partei.

00:47:34: Bei denen, wenn du nur die hernimmst, dann kommst du auf, vier Komma zwei, also deutlich unter dem die Bevölkerung und du kannst das aufschlüsseln nach Parteien.

00:47:43: Jetzt darfst du raten, welcher Partei hat das meiste Vertrauen in die Wissenschaft?

00:47:47: Die Grünen.

00:47:48: Sechs Komma zwei, ja, ist der höchste Wert.

00:47:51: Das ist eigentlich der Witz an der Sache.

00:47:52: Das ist da, wo die Esoterie, also im Grunde ist das eine Parteigründung aus diesen esoterischen Verhältnissen heraus, aber die sind noch eher auf Seiten der Wissenschaft als, ja.

00:48:03: Platz zwei in Österreich sind die NEOS, das ist quasi unsere Version der FDP.

00:48:08: Unsere Version der FDP, die ist noch nicht ganz so durchgeknallt und so ins Rechte abgerutscht wie die FDP.

00:48:13: Aber ja, sind doch auch vernünftige Menschen dabei bei den NEOS, auch Wissenschaftsaffine-Menschen dabei bei den NEOS, aber halt ja, wir haben das ganze im Markt liberalen Quatsch damit auch.

00:48:22: Aber die sind knapp dahinter, die sind mit fünf, neun Vertrauen.

00:48:28: Dann kommt schon die ÖVP, Fünf, sechs, SPÖ, Fünf, fünf, also auch bei alles über den Bevölkerungsdurchschnitt.

00:48:36: Und dann die FPÖ halt weit abgeschlagen mit den vier Komma zwei.

00:48:41: Ist interessant, also interessant, das zu sehen.

00:48:44: Man kann sich das schon nicht denken können, aber interessant, dass die FPÖ halt tatsächlich so stark die Wissenschaft ablebt, was die FPÖ natürlich dann mehrheitlich gut findet oder eher macht, ist halt ja die Volkswillen, den Volksmeinung zu sagen.

00:48:59: Also die freiheitlichen Abgeordneten bringen dem ihren Mitbürgern, so hat ja das Hexter, mehr Vertrauen entgegen als den Expertinnen und Experten.

00:49:09: Also sie sind eher bereit, schreibt der Politologe, wesentlich eher bereit, Laienurteile über wissenschaftliche Einschätzung zu stellen, was im Wesentlichen auch eine Definition von Populismus ist.

00:49:20: Was ich mich ja immer frage ist, diese Wissenschaftsfeindliche.

00:49:27: Also du hast das klar.

00:49:29: Je rechter die Partei, desto gefühliger die Politik.

00:49:32: Also desto weniger machen sie, basieren sie ihre Politik auf irgendwelche Fakten, also auf die Realität, sondern auf die Gefühle der Menschen, von denen sie gewählt werden wollen.

00:49:42: Insofern kann ich nachvollziehen, dass je weiter nach rechts du kommst, dieser Effekt immer stärker wird.

00:49:47: Was mich wirklich mal interessieren würde, ist die Ablehnung ... der wissenschaftlichen Methode auf der rechten politischen Seite.

00:49:56: Ist das ... ... ist das Strategie oder ist das Dummheit?

00:50:01: Ich weiß nicht.

00:50:02: Beides.

00:50:04: Also sind ... sind auf der rechten ... versammeln sich die Doven eher rechts?

00:50:08: Also es gibt ja immer mal wieder so Arbeiten, die sowas ... sowas andeuten, aber ... ... ich ... ich hätte da gerne mal so was Objektives.

00:50:15: Weil klar, für mich ist toll zu sagen, ja, ist ja ja alle blöd, ne?

00:50:18: Aber sind die das wirklich?

00:50:19: Oder verfolgen die nur eine Strategie?

00:50:21: Was das im Ergebnis nicht besser macht?

00:50:23: wahrscheinlich sogar noch viel schlechter, weil dann sind sie bösartig.

00:50:26: Also ich glaube, es ist wirklich eine Mischung aus beiden und da habe ich wirklich ein schönes, kein nicht kein schönes, aber ein schönes als Illustration geeignetes Beispiel aus der Lokalpolitik.

00:50:35: Ich bin hier in Baden bei Wien, kleine Stadt südlich von Wien, dreißigtausend, ja, fünfundzwanzigtausend Einwohner ungefähr und wir haben seit Jahren natürlich auch einen schönen Weihnachtsmarkt, der ist... Fähr im Advent oder Advent Fährframing nicht wieder genau heißt, aber ebenfalls ist so ein Konzept von einer lokalen Veranstaltungsfirma.

00:50:54: Die haben geschaut, dass das wirklich alles möglichst so ökologisch sinnvoll ist.

00:50:58: Also es sind quasi alles wiederverwertbare Hütchen, die da rumstehen.

00:51:01: Gibt irgendwie so lokales, regionales Zeug, alles wie Bio und möglichst kliberfreundlich.

00:51:07: wirklich ein schöner Markt.

00:51:08: Und es ist wirklich schön, gibt nicht so, das gibt natürlich den Kreppel, den es überall gibt, aber halt ja den... Nicht so den Schrott, den du bald sonst hast, sondern schöne Sachen, gute Sachen, auch Gutes zum Essen.

00:51:21: Olivenholzlöffel.

00:51:23: Ja, also, das ist ein netter Weihnachtsmarkt.

00:51:25: und weil die halt dieses Konzept haben, ja, dieses ökologisch-regional-Fair und so weiter, haben die halt auch immer so, die haben halt so über das, den reinen Markt hinaus auch so Aktionen, also da gibt's halt so keine Ahnung.

00:51:37: Pony reiten, kann nicht Pony reiten.

00:51:38: Irgendwas in der Art.

00:51:40: Und es stehen auch Infotafeln, die haben so einmal so über den Markt verteilt, immer so Teflchen, wo sie halt so ein bisschen so lustig, humorvoll, aber wissenschaftlich passiert, so Dinge erklären.

00:51:50: Also irgendwie sowas wie halt über die Klimakrise kannst du dich da informieren.

00:51:53: Infotafeln, die sind jetzt irgendwie nicht großartig aufträglich, das steht halt da rum und dann steht halt was über die Klimakrise und wie sich halt dann so Dinge auswirken und alles und auch so ja gesellschaftlich.

00:52:02: Also da hast du zum Beispiel, das fand ich immer recht lustig, so Superhelden.

00:52:06: Superhelden und deren klima- und gesellschaftliche Wirkung, wie man sie sein würde, wenn man sie in echt beurteilt.

00:52:12: Also das halt so was wie Batman, der halt ihrer Militär, der weiß Gott, was er gelt, verheb ich Gadgets rausschmeiß, das ist mir nicht so

00:52:19: gut.

00:52:19: Also hast du also wirklich das Batman dazu führt, dass Leute sich besser benehmen?

00:52:22: Ja, ja.

00:52:27: Oder halt, ja, Leute, die sich halt, ich hab das nicht mehr im Kopf, ich ist schon länger her, dass ich das Ding gesehen hab.

00:52:32: Aber ja, welcher Superhelden halt in der heutigen Gesellschaft vielleicht eher nicht mehr ganz so klar kommen würden, weil sie halt doch eher so ein bisschen, ja, ein bisschen Probleme mit, ja, so was wie Gleichberechtigung klar

00:52:43: und so.

00:52:43: Captain America!

00:52:45: Und solche Sachen.

00:52:46: Also, es ist halt ein interessanter, finde ich, ein interessanter, lustiger Überblick über halt so, ja, Klimagesellschaft steht da rum.

00:52:52: Und das... Ja, dieses gibt's seit, glaube ich, vier oder fünf Jahren.

00:52:57: Diesen Markt und diese Tafeln, die auch jedes Jahr halt immer abgedatet werden mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, steht darum, war nie ein Problem, dass das da rumsteht, ist auch immer noch kein Problem, dass das da rumsteht.

00:53:07: Die haben sogar Studien gemacht, diese, die Firma, die das macht, haben mal ihre einzelnen Elemente, ihres Adventmarkts, quasi von den Besucherinnen evaluieren lassen.

00:53:14: und diese Tafeln, die haben immer die besten Noten bekommen, die wir am tollsten dort, aber jetzt hat sich die FPÖ hingestellt.

00:53:23: ihre zwei lokalen Vertreter, haben dann ein Facebook-Video gemacht und haben sich aufgeregt über die Vokepropaganda am Weihnachtsmarkt, das einem die Weihnachtsstimmung vermießt, weil wir mal auf den Weihnachtsmarkt gehen.

00:53:34: und dann wird man da hier mit Klimakrise und die ganze Weihnachtsstimmung ist kaputt.

00:53:37: und dann muss man diese Propaganda haben und ist alles ganz schrecklich und so weiter.

00:53:40: Und die Stadt Baden, das muss die FPÖs bei uns in der Opposition in Baden, deswegen die Stadt Baden muss das irgendwie, muss das sofort canceln, weiß Gott, was alles machen, abstellen.

00:53:49: Aber natürlich ist das in Facebook hochgegangen.

00:53:52: sonst was.

00:53:53: Servus TV hat das aufgegriffen.

00:53:56: Ja.

00:53:57: Servus TV hat das aufgegriffen und dann kann ich noch weiter verbreitet.

00:54:01: Und da das meine ich jetzt als Beispiel ja, ob es jetzt irgendwie Dummheit ist oder ob es jetzt tatsächlich Strategie ist.

00:54:07: Dummheit ist es tatsächlich sich jetzt irgendwie aufzuregen.

00:54:12: wegen Klimakrise, Klimakrise gibt's nicht und so weiter.

00:54:14: Und ich weiß, dass der entsprechende FPÖ-Abgeordneter, tatsächlich, der doch schon im Gemeinderat Dinge erzählt, ja, Klimakrise ist ja alles Quatsch, gibt's gar nicht und so weiter.

00:54:21: Also das, glaube ich, ist halt wirklich sowas.

00:54:23: Das sind Leute, die glauben das nicht.

00:54:25: Die sind der Meinung, das ist nix und das ist alles nur Propaganda.

00:54:28: Ich meine, der will gewählt werden.

00:54:29: Der weiß ganz genau, dass seine Wählerschaft dumm genug ist, zu glauben, was er sagt, wenn er sagt, dass die Klimakrise ein Hokes wäre.

00:54:37: Ja, ich glaube schon, ich glaube schon, dass das ... Ich kann es nicht wissen, selbstverständlich.

00:54:43: Aber ich glaube schon, dass viele Menschen dabei sind.

00:54:44: Ich kenne ja auch, teilen sich ja Leute persönlich, die glauben das.

00:54:47: Die sind davon überzeugt, dass sie es so.

00:54:49: Und natürlich informieren sie sich unter Anführungszeichen dann entsprechend dort, wo man diese Sachen beschädigt bekommt.

00:54:55: Facebook und Telegram.

00:54:56: Genau.

00:54:57: Aber also das, glaube ich, ist so, dass diese FPÖler hier sagen, ja, Klimakrise ist Quatsch.

00:55:01: Das, glaube ich, liegt wirklich daran, dass sie halt der Wissenschaft nicht vertrauen, sich nicht informieren, dass sie dann... dieses Ding aufziehen, mit hier Woker Weihnachtsmarkt und Klimapropaganda am Weihnachtsmarkt.

00:55:10: Das ist reine Strategie, weil die wissen genauso, dass sich im Baden niemand aufgeregt hat über den Scheiß.

00:55:15: Es interessiert keinen Menschen, kein Mensch hat ein Problem oder kein Mensch denkt, dass jetzt meine Weihnachtsstimmung verdorben, weil das Tafel rumsteht.

00:55:21: Also, die haben diese Aufregung künstlich geschaffen mit dem Wissen, wenn wir das auf Facebook tun, dann gibt es eine große Aufregung und wir haben Aufmerksamkeit.

00:55:30: Das ist reine Strategie, aber die dahinter liegende... Ideologie, die glaube ich schon ist echt.

00:55:37: Lass uns über angenehmere Dinge reden.

00:55:39: Ja.

00:55:40: Die Uni Mannheim hat eine Überblicksarbeit gemacht und zwar haben die sich insgesamt vierzig Studien mit über fifteen tausend Probandinnen angeguckt und haben geguckt, was macht denn eigentlich Mitgefühl mit meinem Wohlbefinden?

00:55:55: Stellt sich raus.

00:55:58: Menschen, die anderen mit Mitgefühl begegnen oder anderen helfen, haben eine höhere Lebenszufriedenheit.

00:56:04: empfinden mehr Freude im Leben, empfinden mehr Sinn im Leben als weniger mitfühlende Personen.

00:56:10: Was außerdem bei mitfühlenden Menschen seltener aufgetreten ist, sind negative Gefühle, also Stress, Traurigkeit.

00:56:19: Allerdings muss man dazu sagen, war der Effekt, dass negative Gefühle weniger werden, schwächer als das positive Gefühle, also Lebenszufriedenheit, höhere Lebenszufriedenheit, zugenommen haben.

00:56:30: Also wenn du Mitgefühl zeigst und Hilfsbereitschaft zeigst, geht es dir insgesamt besser, aber nicht unbedingt weniger schlecht.

00:56:40: Muss man auch erst mal durchdenken.

00:56:43: Unabhängig war das von alter Geschlecht oder Wohnort, darüber haben sie es korrigiert, was ich ganz interessant finde.

00:56:48: Das heißt, es scheint eine menschliche Sache zu sein und nicht eine kulturelle Sache, wenn es egal ist, in welchem Land es stattfindet.

00:56:59: Sie schreiben außerdem, Mitgefühl würde sich trainieren lassen.

00:57:03: Zum Beispiel über Meditationsübungen oder halt irgendwelche Trainings, wie heißt das nochmal, du Arschloch?

00:57:11: Gewaltfreie Kommunikation, genau.

00:57:19: Wenn also du Mitgefühl lernst und Mitgefühl zeigst, würde das dann auch noch so ein Ding, dass sie sagen, was eigentlich auch eine Binse ist, dass soziale miteinander stärken.

00:57:30: Ja, weil klar, die anderen, wenn jemand hilfsbereites dir hilft, dann bist du in der Regel auch dankbar und hast möglicherweise verinnerlicht, dass du auch anderen helfen könntest.

00:57:41: Ja, es ist...

00:57:42: Also, Mitgefühl macht besser.

00:57:45: Was haben wir hier noch ein?

00:57:46: Also, Verschwörungsmythen machen konservativ, die Leistungsgesellschaft ist quark und Hilfsbereitschaft lohnt sich eigentlich doch alles ganz schön heute.

00:57:54: Genau, und die... Geschichtsbücher des Sonnensystems müssen umgeschrieben werden.

00:57:59: Oh Gott, die Lehrbücher.

00:58:01: Oh mein Gott, die Geschichte des Sonnensystems muss neu geschrieben werden.

00:58:04: Ja.

00:58:06: Denn Uranus und Neptun könnten völlig anders aufgebaut sein als geglaubt.

00:58:11: Es

00:58:11: klingt wie a different in Uranus.

00:58:14: Genau, sie galten bisher als Eisriesen, doch unter der Gashülle könnte sich laut einer neuen Studie etwas anderes befinden.

00:58:23: Oh, was denn, was denn, was denn?

00:58:25: Zuckerwatte, Stein, gebrannte Wandeln.

00:58:29: Also, das ist eine interessante Sache.

00:58:32: Ich weiß nicht, was du über Oranus und Neptun weißt.

00:58:35: Vermutlich nicht viel, weil wir alle wissen wenig über Oranus und Neptun.

00:58:38: Nicht viel.

00:58:39: Also wie gesagt, über Oranus weiß ich im Wesentlichen, dass man sehr schöne Witze, naja Witze, Kerze machen kann, wenn man's Englisch ausspricht und da irgendwie...

00:58:48: Die mögen wir in der Astronomie auch alle besonders gern.

00:58:50: Natürlich.

00:58:51: Es ist immer sehr erstaunlich.

00:58:52: Es ist so wie, keine Ahnung, so wie vermutlich ganz viele Menschen denken, sie machen den Leuten eine Freude, wenn sie irgendwo in Essen einen Witz über Essen machen, zum Beispiel, der mit Essen zu tun hat.

00:59:03: Ach, das mache ich mal, die haben die noch nie gehört dort.

00:59:05: Genau so ist das mit der Astronomie, wenn du Witz über Hurranus machst.

00:59:09: Ich habe ja so einen Seitzeitbeschluss.

00:59:11: Zwanzig oder mehr Jahren habe ich ja so einen Standardnamen, wenn ich über irgendwem rede, der heißt Schneideralt.

00:59:16: Ja, genau.

00:59:17: Du glaubst überhaupt nicht, erstens, es gibt Menschen, die heißen wirklich so.

00:59:20: Und es gibt vor allen Dingen mindestens ein Dienstleistungsunternehmen, das so heißt.

00:59:24: Und ich weiß nicht, wie oft ich schon Fotos von den... Autos dieses Dienstleistungsunternehmens Schneiderreiz zu geschicken kriegt haben.

00:59:31: Es amüsiert mich noch, aber es ist ja auffällig.

00:59:34: Ja, aber wir gehen ja nicht um Uranus WC jetzt, sondern es geht um die Himmelskörper selbst.

00:59:39: Die sind die beiden Planeten, die man nicht mit freiem Auge sehen konnte.

00:59:42: Das heißt, die mussten entdeckt werden.

00:59:44: Alle anderen Planeten im Sonnensystem haben wir ja immer schon gesehen.

00:59:47: Aber Uranus und Neptun mussten entdeckt werden.

00:59:49: Uranus ist im achtzehnten Jahrhundert von Wilhelm Herrschel gefunden worden.

00:59:53: Neptun im neunzehnten Jahrhundert von Leverrier und Galle.

00:59:57: Die kennen wir deswegen halt am wenigsten lange und sie sind auch, weil sie weit weg sind, sind die entferntesten Planeten im Sonnensystem auch von Raumsonnen sehr schlechter forscht.

01:00:06: Die einzigen Raumsonnen, die bis jetzt dort waren, waren die Voyager Sonnen und ich glaube sogar nur eine der beiden Voyager Sonnen, der Voyager II war glaube ich dort und die ist nur vorbeigeflogen, die ist nicht hin.

01:00:16: nicht länger geblieben, die ist noch vorbeigeflogen irgendwann in den Achtzigern und das war es.

01:00:21: Das sind alle unsere Daten vor Ort von Uranusinepton und deswegen wissen wir sehr wenig drüber.

01:00:28: Wir müssen uns das irgendwie von außen zusammenreimen, was mit diesen Planeten abgeht.

01:00:32: Sehr

01:00:32: assumptive Astronomie.

01:00:35: Was könnte

01:00:36: denn da sein?

01:00:38: Du kannst schon Temperaturen messen.

01:00:40: Du kannst aus der Spekroskopie Zusammensetzung der Atmosphäre hinkriegen.

01:00:44: Du hast Massen, du hast Größen, kannst Dichten ausrechnen und so.

01:00:47: Aber wie schaust du da innen drin aus?

01:00:50: Zum Beispiel wer die Kanäle auf dem Mars gebaut hat.

01:00:52: Das wird ja auch unterm Deckteppich.

01:00:56: Da können wir hinfliegen, das macht ja nur Mars, dann kriegen wir das raus.

01:00:59: Ich wusste

01:01:00: nicht ob auch in dieser Gasplaneten Kanäle sind, doch, hab ich jetzt mal gedacht.

01:01:03: Nee, das ist ja das Problem.

01:01:06: Wir wissen bei Jupiter und Saturn wissen wir zum Beispiel mehr.

01:01:08: Die sind auch größer.

01:01:09: Jupiter und Saturn sind wirklich die Gas-Riesen im Sonnensystem.

01:01:13: Da gehen wir davon aus, dass die im Wesentlichen wirklich komplett aus Gas bestehen.

01:01:17: keinen festen Kern wahrscheinlich im Inneren, obwohl das ja auch nicht so ist, wie man sich es vorstellt, wenn ich sage, der besteht aus komplett aus Gas.

01:01:23: Wenn du da irgendwie ein paar tausend Kilometer Gas hast und drunter ist es auch nicht so, als würdest du hier bei uns in der frischen Luft spazieren gehen, sondern da hast du halt ja extreme Temperaturen, extreme Drücke.

01:01:34: Irgendwelche Materie auch immer da existiert, liegt dir in extremen Zuständen vor.

01:01:38: Und es kann sein, dass so mein Uranus Jupiter und Saturn, die haben auch angefangen als Gesteinsbrocken, der sich dann immer mehr Gas zusammen geglaubt hat im frühen Sonnensystem, aber es kann sein, dass der Gesteinsbocken da immer noch irgendwo innen drinsteckt, kann aber auch sein, dass den einfach zerbröselt hat und sich das Material hat irgendwie jetzt durch den ganzen Jupiter und oder Saturn verteilt.

01:01:58: Aber da haben wir Raumsonnen, die sind bei Jupiter, die sind bei Saturn, bzw.

01:02:03: Warndorff länger und fliegen auch wieder wie hier hin, die genau das untersuchen.

01:02:07: Ja, die genau rausfinden werden, was da ist.

01:02:09: Bei Uranus-Neptun haben wir es nicht.

01:02:10: Uranus-Neptun hat man früher auch oft Gas-Riesen genannt.

01:02:14: Heute sagt man eher Eis-Riesen dazu.

01:02:17: Ach, okay.

01:02:18: Nicht, weil man sagt, okay, die sind alle so, so.

01:02:20: kalt, sondern sind ja auch absolut kalt, sind weit weg.

01:02:23: Aber das ist jetzt nicht der Grund, warum sie Eis-Riesen rennen, sondern weil sie eben zu einem großen Teil aus Eis bestehen.

01:02:28: und Eis in der Astronomie ist auch nicht unbedingt das, was man jetzt landläufig als Eis versteht, sondern will jetzt gar nicht in sie teilgehen.

01:02:34: Es sind dann bestimmte Gase, die flüchtige Gase, die wir halt als Eisbezeichnenden und wir wissen nicht genau, was im Inneren von Uranus und Neptune abgeht.

01:02:43: Man geht davon aus, dass da schon ein... größerer Kern ist, verschiedenste Arten von Eis, oben drüber dann eine dichte Garschschicht, aber und jetzt haben Leute das genauer untersucht, es könnte sein tatsächlich, dass wir das bisher falsch eingeschätzt haben und das in Uren aus dem Neppeln tatsächlich ein... durchaus großer Gesteinskern steckt, dass du da wirklich so einen fetten Gesteinsplaneten quasi hast, der von einer noch fetteren Schicht aus Gas umgeben ist.

01:03:12: So, dass das, was wir sehen, im Grunde die Atmosphäre dieses Gesteinsplaneten wäre?

01:03:16: Ja

01:03:16: gut, das ist sowieso.

01:03:17: Wir sind ja auch bei Jupiter-Aposphäre, da ist eine Aposphäre bis zur Mitte.

01:03:20: Also, da ist das.

01:03:22: Also, wir sehen ja das kleines Aposphäre, aber wie gesagt, der... der Übergang zwischen Atmosphäre, Außen- und Atmosphäre-Innen.

01:03:31: Der ist bei Juba-Danzatoren noch nicht ganz klar, bei Irren aus dem Nippen noch unklarer, weil wir halt da nicht wirklich gute Ideen haben, was da innen drinstecken könnte, ob da jetzt halt, wie gesagt, wirklich eher eine Schicht ist aus... Müsst jetzt wirklich genauer erklären, da reicht die Zeit nicht, diese unterschiedlichen Arten von Eis, die es da gehen kann.

01:03:48: Aber man geht davon aus, dass innen drin vielleicht so das alte Bild jetzt, innen drin ist so ein fester Kern aus Gestein.

01:03:55: Gestein und festem Eis ist so die Mischung.

01:03:58: Außenrum kommt dann ein Mantel, da ist dann nämlich sowas ja Wasser ist drinnen.

01:04:03: Eisförmiges, Methan gefrorener Ammoniak und so weiter.

01:04:06: Und noch weiter außen halt dann das was man Atmosphäre nennt.

01:04:09: Also jede Menge Wasserstoff, Helium und Methan, Gasförmig und so.

01:04:13: Also einfach Gas, dann so eher so unter Anführungszeichen vereinfacht gesagt.

01:04:18: Flüssiges Zeug und dann fester Kern aus Eis und Gestein.

01:04:22: Und der feste Kern aus Eis und Gestein ist vergleichsweise klein.

01:04:26: Das war so die bisherige Idee.

01:04:29: Und die neue Idee sagt, ja, es kann sein, dass dieser Kern wirklich größer ist.

01:04:33: Also wirklich so, ich habe jetzt keine genauen Zahlen mehr rausgesucht, aber wirklich so, ja, kannst du sagen, wir nehmen die Erde und schmeißen aber noch wahnsinnig viel mehr Atmosphäre obendrauf, damit wir sowas wieder in Uranus kriegen.

01:04:44: Wie dicht ist dieser Atmosphär?

01:04:46: Könnten wir theoretisch da hinfliegen mit irgendetwas?

01:04:50: Mit irgendetwas schon, aber ich muss das nicht mit was.

01:04:53: Also, nein, also das ist wirklich... Ich glaube nicht, dass das geht, dass wir da reinfliegen werden.

01:05:00: Wie gesagt, du hast da diese Aposphäre, die sind ein paar Tausend Kilometer dick.

01:05:04: Die sind ja groß, auch wenn die Uralosen nebter und kleiner sind, als Jupiter zu tun, die sind immer noch groß, diese Dinger.

01:05:10: Und das heißt, dass wirklich Aposphären schichten, sind ein paar Tausend Kilometer groß.

01:05:14: und wenn du mal tausend Kilometer Luft über dir hast, und das ist keine Luft, sondern im Wasserstoff mit Haaren und so Zeugs, das hat, da unten ist so ein Druck, da ist so eine Temperatur, also vielleicht... kann man irgendwas bauen, dass es aushält und dahin fliegen.

01:05:28: Aber nee, kann ich mir jetzt gerade nicht vorstellen, wie das gehen sollte.

01:05:32: Hätte ja sein können, dass wir irgendwie was, weiß ich nicht, ein super

01:05:36: Grafen,

01:05:37: irgendwas aus Grafen.

01:05:38: Man wird schon reinfliegen können, das geht schon, ja.

01:05:41: Aber ein bisschen gucken mal, das kann man schon machen, so ein paar, keine Ahnung, paar Hundert Meter, vielleicht ein Kilometer, dem ist was, kann man vielleicht schon reinfliegen und sich anschauen und vielleicht macht man das auch mal, aber ja.

01:05:54: Wirklich, wirklich runterfliegen.

01:05:56: Nee, das kann ich mir nicht vorstellen, wie das gehen sollte.

01:05:58: Aber das, was wir jetzt gemacht haben, das waren auch keine neuen Forschungsergebnisse oder keine Daten, Forschungsdaten, die man diese Erkenntnisse verdanken haben, weil, wie gesagt, wir sind ja nicht da, wir fliegen ja nicht hin.

01:06:10: Das heißt, was die gemacht haben, die haben im Wesentlichen haben Computermodelle gebastelt.

01:06:14: Die haben gesagt, okay, wir wissen.

01:06:16: das.

01:06:16: Wir wissen, wie der Planet ausschaut.

01:06:19: Wir haben ein paar Daten über sein schwere Feld und so weiter.

01:06:22: Also wir haben ein paar Daten, tatsächlich Beobachtungsdaten.

01:06:25: Und jetzt bauen wir uns einfach mal einen Planeten im Computer und gucken, ob wir mit dem Computerplaneten das reproduziert kriegen, was wir wirklich sehen.

01:06:33: Und dann gucken wir, was können wir alles verändern, sodass immer noch das rauskommt, was wir sehen.

01:06:38: Wir haben festgestellt, ja, man kann dass die Beobachtungsdaten reproduzieren mit einem Planeten, so wie ich ihn gerade beschrieben habe, so das alte Bild, aber das ist eben das Neue.

01:06:47: Man kann das ganze Beobachtete auch reproduzieren, wenn ich da eben so einen fetten Gesteinskern reinsetz in die Atmosphäre.

01:06:54: Das kann man auch, das würde auch passen zu dem, was wir beobachten und das war eben neu.

01:06:59: Also man hat immer schon vermutet, dass das vielleicht auch so sein könnte, aber jetzt hat man eben wirklich auch ein komplettes mathematisches Beweismodell dafür, dass das wirklich jetzt nicht einfach nur eine Vermutung ist, sondern es kann auch so sein.

01:07:13: Es würde auch besser, ein bisschen besser zu den Magnetfeldern der Planeten passen, die man misst.

01:07:18: Aber natürlich, solange wir nicht dahin fliegen, werden wir es nicht rauskriegen.

01:07:22: Aber, schreibt der Artikel, das bisher etablierte Bild des Sonnens-Staves ist nun erschüttert.

01:07:29: Oh Gott, ich hoffe, ich hoffe, dass diese Sendung, also ich hoffe, dass ich am Ende nicht noch meinen Blutdruck weiste.

01:07:35: Ja.

01:07:36: Alles geht den Bach runter.

01:07:39: Kommen wir zu etwas völlig anderem.

01:07:40: Flogen, du musst sehr tapfer sein, denn du bist ein berühmter Mensch.

01:07:44: Ach so.

01:07:45: Und die... an der Universität Witten-Herdig.

01:07:53: Das ist diese Esoterik-Universität, die aber nicht mit Esoterik in Verbindung gebracht werden muss.

01:07:57: Es sind diese Anthroposofen, die wollen aber nicht so gerne, dass man dazuschreibt, die Anthroposophische Universität Witten-Herdig.

01:08:04: Das finde ich immer ganz lustig, dass sie das erkennt und können wir das vielleicht anders formulieren.

01:08:08: Jedenfalls haben die tatsächlich Wissenschaft gemacht, sagen sie, und haben rausgefunden, Rum macht

01:08:17: Tod.

01:08:17: Ja,

01:08:18: stellt sich raus.

01:08:19: Sie haben sich berühmte Sängerin und Sänger angeguckt und zwar geguckt, wann sind die denn eigentlich gestorben?

01:08:25: Und zwar sind sie gestorben, thirty-three Prozent früher als die anderen.

01:08:29: Das heißt, Ruhm verkürzt die Lebenserwartung um vier Komma sechs Jahre.

01:08:34: Ja, aber ich singe ja nicht.

01:08:35: Die

01:08:35: Risiko schreiben sie, die Risikofaktoren von Ruhm überschreiben sogar die positiven Effekte von Reichtum.

01:08:43: Gut, aber ich bin ja überhaupt nicht berühmt, sein Sollte reich bin ich, bin ich ja definitiv nicht.

01:08:47: Nee,

01:08:47: du hättest reich werden sollen, aber nicht berühmt, Freundchen.

01:08:50: Ach, verdammt.

01:08:50: Dann würdest du älter werden.

01:08:52: Sie sagen, insgesamt würde Ruhm sich ähnlich verkürzend auf die Lebenserwartung auswirken wie Gelegenheitsrauchen.

01:09:02: Ach gut, dann raue ich lieber Gelegenheitsrauchen.

01:09:07: Weil

01:09:08: Gelegenheitsraucher haben nämlich ein um thirty-four Prozent höheres Sterberisiko, berühmte Rock'n'Rola ein thirty-three Prozent höheres Sterberisiko.

01:09:16: Aber berühmte Rock'n'Rola sind ja per Klischee auch keine Gelegenheitsraucher, die auch in der Kette zaufen.

01:09:22: Das hängt wahrscheinlich, hängt das alles damit zusammen.

01:09:24: Aber wie auch immer, wert lieber nicht berühmt, wert lieber reich.

01:09:31: Das

01:09:31: bedeutet für berühmte reiche Menschen, also ich kann mir da so einige vorstellen, gerade zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Moronien, könnte sein, dass wir da in den nächsten Monaten und Jahren noch Überraschungen erleben.

01:09:43: Ja, hoffentlich.

01:09:43: Die Gefahren

01:09:44: des Ruhm, da hat der Scheufill, der Schauffill, hat da schon ein Lied drüber gesungen über die Gefahren des Ruhm.

01:09:52: Ich habe jetzt noch eine deprimierende Meldung und dann eine unterhaltsame Meldung.

01:09:57: Oh, bisher fand ich eigentlich alles so teils.

01:09:59: Ja, in dem Fall.

01:10:00: Gut, was wir sagen.

01:10:02: Das Internet muss umgeschrieben werden.

01:10:07: Das Internet muss neu geschrieben werden.

01:10:09: Und zwar

01:10:10: die Geschichte des Internets muss neu.

01:10:12: Nein, leider nicht.

01:10:14: Es funktioniert nicht hier diese Überleitung.

01:10:15: Es geht um russische Propaganda.

01:10:19: Und zwar russische Propaganda, die sich nicht an Menschen richtet, sondern russische Propaganda, die sich an K.I.s richtet.

01:10:26: Die russische Propagande agitiert jetzt auch large language Models.

01:10:30: Ja klar, also das war ja zu erwarten, oder?

01:10:33: Ich meine, wenn man einmal begriffen hat, wie die Dinger funktionieren, dann kann man die auch super mit Stuss füttern.

01:10:40: Genau, das hat eine.

01:10:41: die US Desinformationsforscherin Sophia Freuden hat das untersucht.

01:10:46: Die arbeitet für eine NGO, die sich mit sowas beschäftigt und die hat das sogenannte Prafter Netzwerk untersucht, ein russisches Desinformationsnetzwerk, das zwei vierundzwanzig von französischen Behörden entdeckt worden ist, weiß ich jetzt nichts drüber, aber das erzeugt halt.

01:11:03: ja, wie es halt so Desinformationsnetzwerke machen, halt gefälschte Nachrichten in gefälschten Nachrichtenportalen oder die Nachrichtenportale werden Nachrichtenportale sein, aber die Nachrichten drin nicht gefälscht.

01:11:12: und ja, da kommt halt so Zeug rein, sowas was halt keine Ahnung RT und Sputnik und so ganze Quatsch, kommt halt Zeug rein, das nicht stimmt.

01:11:20: und Das Problem ist, oder nicht?

01:11:22: das Problem, das Interessante ist, dieses Netzwerk hat sich anders verhalten als diese Propagandernetzwerke, die man bisher untersucht hat, weil die Portale, das war alles komplett unübersichtlich, das war einfach nur so ein Bilderhaufen von irgendwelchen Propagandertexten, gab keine Suchfunktion, nix war irgendwie sinnvoll angeordert, es gab auch keine Zugriffe drauf.

01:11:38: und dem sie gedacht, was soll denn der Quatsch, ich meine, was ist, warum machen die hier Propaganda und... geben sie null Mühe, dass die irgendwie vernünftig zu lesen ist, bis sie draufgekommen sind.

01:11:47: Nee, Menschen sind nicht die Zielgruppe für diese Propaganda-Seiten.

01:11:50: Das geht nur an die Maschinen, da gibt nur die Webcrawler, die das ganze Descraping-Algorithmen für die KI-Modelle, die halt das ganze Internet durchsuchen, um möglichst viele Trainingsdaten zu kriegen.

01:12:00: Die russische Propaganda haut da halt alles rein, damit dann halt das Language Model die russische Propaganda reproduziert, wenn du das Ding was fragst.

01:12:09: Und dann haben sie das ein bisschen genauer untersucht, dieses LLM Grooming.

01:12:15: Und haben festgestellt, du kannst schon, du brauchst da jetzt gar nicht so absurden Aufwand treiben.

01:12:20: Es reichen schon sagen die zweihundertfünfzig speziell präparierte Dokumente in den Trainingsdaten, wo du so ein Sprachmodell zu vergiften, wie sie es genannt haben.

01:12:30: Damit hätte ich jetzt nicht gerecht, ich hätte gesagt, dass du da tausende und aber tausende von irgendwas brauchst, wo ja bestimmte Phrasen möglichst dicht beieinanderstehen, weil so funktionieren die Dinge ja im Prinzip.

01:12:44: Müssten diese zwei hundfünfzig Dokumente noch bestimmte Eigenschaften aufweisen, damit die LMS die Dinger stärker.

01:12:51: Speziell

01:12:51: präpariert.

01:12:52: Also ich müsste die Arbeit tatsächlich lesen, um das sagen zu können.

01:12:56: Aber es wird jetzt nicht einfach irgendein Quatsch sein können.

01:12:59: Das muss schon sinnvoll sein.

01:13:00: Aber ja, das ist.

01:13:02: bisschen bedenklich.

01:13:03: Sie haben gesagt, sie wissen auch nicht, wie erfolgreich das wirklich ist, aber es gibt zumindest so Fakten-Check-Organisationen, die das mal so sporadisch untersucht haben und sagen, ja, in manchen Fällen sagen die ja die Sprache und die tatsächlich eins zu eins die russischen Narrative auf, die da gibt.

01:13:17: Also, ja, wenn man noch einen Beweis gebraucht hätte, dass man nicht jeden Quatsch glauben soll, den anderen so eine KI sagt, dann hätte man noch einen.

01:13:23: Ja,

01:13:25: ich weiß auch überhaupt nicht, also, ja.

01:13:28: Nee, ich fange jetzt gar nicht an mich drüber auf.

01:13:31: Über diese Teile und vor allen Dingen wie schnell und wie tief und wie im Grunde total diese Large Language Models mittlerweile unseren Alltag durchdrungen haben.

01:13:42: Das kann nicht gesund sein, denke ich mir oft, aber ich bin fifty-sech.

01:13:49: Es kann sein, dass das auch einfach nur an meinem fortgeschrittenen Alter liegt, dass ich mit modernen Dingen nicht mehr zurechtkomme.

01:13:55: Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das... auch nur ansatzweise gesund sein kann.

01:13:59: Also nichts gegen so einen LLM, dass dir irgendwie, weiß ich nicht, du hast, wenn ich zum Beispiel wissenschaftliche Arbeit in denen viel Statistik drin vorkommst.

01:14:07: Ja,

01:14:08: die verstehe ich nicht.

01:14:09: Ich verstehe, ich habe nie hinreichend Statistik gelernt, dass ich da intuitiv sozusagen drüber kann, wenn der P-, P ist größer gleich, irgendwas und so steht.

01:14:18: Das schmeiße ich auch gerne mal in so ein Ding und sage, kannst du mir das mal erklären?

01:14:23: Und dann gleiche ich das, was daraus fällt gegen das Abstract ab.

01:14:27: Also gegen das Abstract der richtigen Arbeit.

01:14:29: Und wenn sich das plausibel anfühlt, dann bin ich gerade mal bereit, das Ergebnis dieser Antwortmaschine in Betrachtung zu ziehen.

01:14:39: Aber Menschen, also es ist ein sehr schönes Tool, um Dinge zu verkürzen, Dinge zusammenzufassen und sich einen Überblick zu verschauen.

01:14:48: Aber mehr halt auch nicht.

01:14:49: Und ich sehe halt ständig Menschen, die das für viel, viel mehr benutzen.

01:14:53: Ja, ich benutze es ja auch.

01:14:55: Man kann ja, wie du gerade gesagt hast, eigentlich kaum mehr das nicht benutzen heutzutage, weil es sich wirklich so im Alltag festgesetzt hat.

01:14:59: Aber ich verwende es auch dafür, dass ich halt irgendwie, ja, mir mal was zusammenfassen lasse und zu gucken, was da drin steht.

01:15:05: Und dann, ich verwende das nie als... Definitiven Output.

01:15:10: Das ist ein Beispiel dafür.

01:15:11: Da hatte ich irgendwie recherchiert für eine Kolumne, die ich schreibe.

01:15:14: Und es ging um diese Mathe-Kolumne, das ist jetzt der Teils.

01:15:17: Es ging um eine spezielle Integrationsmethode, nummerische Integration.

01:15:21: Und ich kannte die Methode und habe die auch verwenden.

01:15:23: Und ich wollte einfach wissen, über diese ganzen Anwendungsfälle hinaus, von denen ich weiß, wo diese Methode verwendet wird, gibt es da vielleicht noch mit Anwendungsfälle, die ich nicht kenne, weil dann könnte ich da vielleicht irgendwie eine spannende Geschichte darüber schreiben und habe gesagt, hier, KI, du kannst dir zugreifen, ein wissenschaftlicher Tattoo, guck dir mal alles an.

01:15:38: kategorisieren wir das und machen in der Liste, in welchen Bereichen diese Methode angewandt wurde, hat es auch gemacht.

01:15:44: Und dann, wie es die KI's ja immer gerne machen, die drängen sich ja immer auf, die sind ja immer so so anlassig, wie man in Österreich sagt.

01:15:50: Also die sagen ja, und soll ich das noch für dich machen?

01:15:52: Genau, soll ich das noch ein bisschen wissen,

01:15:53: darf ich ja noch ein bisschen journalistisch

01:15:57: und auch ein bisschen heilsmaul?

01:15:59: Genau.

01:15:59: Und jedenfalls hat er dann irgendwie noch ein bisschen sich so weiter ausgelassen, über das hinaus, was ich eigentlich wollte von der KI und hat dann unter anderem, ich weiß es nicht mehr genau, irgendwie erwähnt, ja und die Der NASA ist diese Methode ganz besonders beliebt.

01:16:10: und ein NASA-Mitarbeiter hat einmal gesagt, dieses jenes, das war ein schönes Zitat, das ist die, nur mit dieser Methode kommen wir zum Mond.

01:16:17: oder da fragt man sich irgend so so ein Ding, wo ich sage, das klingt aber cooles Zitat.

01:16:20: Das könnte man fast schon als Aufhänger nehmen für den Artikel und hab dann gesagt, ja, weil da nur ein NASA-Mitarbeiter stand, sag mal, wo hast du das her?

01:16:28: Wer hat das gesagt?

01:16:31: Ja, nee, hab ich mal ausgedacht.

01:16:35: Das Ding hat noch nicht mal gesagt, ja, das stand da hinten, sondern rüber rüber rüber rüber rüber rüber

01:16:39: rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber

01:16:49: rüber rüber rüber rüber

01:16:52: rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber rüber.

01:17:01: Stimmt, das ist auch so ein Ding.

01:17:02: Das kriegt es nicht hin.

01:17:06: Ich sage auch mal, im Grunde benutze ich die KI nur, um sie Dinge zu fragen, die ich eigentlich schon weiß.

01:17:14: Also auch so, wie du es gerade beschrieben hast.

01:17:17: Oder wo ich nachvollziehen kann, das ist stimmt.

01:17:19: Das

01:17:19: meine ich ja genau.

01:17:20: Ich

01:17:20: verwende es auch oft für, keine Ahnung, so mathematische Sachen, dass ich bei oft, wenn meine Frau irgendwie schon wieder noch und hat eine Übungsbeispiele und ich rechne die dann auch oft mal durch, dass wir dann gemeinsam gucken können, wie es ist.

01:17:30: und wie gesagt, ich habe ja schon lange nicht mehr studiert, ich habe keine Ahnung mehr von den ganzen Zeug, was ich damals studiert habe und lasse mir dann gerne von der KI helfen beim lösen der Beispiele.

01:17:39: Und die, wie gesagt, die... weiß ich auch jetzt nicht, wenn ich dieses Beispiel löse das mal, dann macht die was.

01:17:44: Und ich habe auch keine Ahnung, ob das jetzt richtig ist oder nicht, weil das, wie ich sage bei mir, schon alle lange her ist, aber am Ende, wenn ich es dann gerechnet habe und nachvollzogen habe, dann kommt was raus und ich weiß, ob das richtig ist, was rauskommt oder nicht.

01:17:53: Und dann weiß ich, okay, das muss das zwischendurch auch vermutlich richtig gewesen sein.

01:17:55: Also, für solche Fälle funktioniert es, aber ich würde es jetzt, das ich wie gesagt nie sagen, hier, erklär mir das mal.

01:18:01: Was ich nicht weiß, weil dann...

01:18:04: Ja, erklär mal schnell.

01:18:06: Das war hier wie

01:18:06: ein Gödel.

01:18:08: Ja.

01:18:08: So,

01:18:09: Lifehack.

01:18:09: Lifehack sagt mir, glaub ich, immer dazu.

01:18:11: Mach das gerne mal, ich mach das ab und so.

01:18:13: Lass die KI, wenn ihr eine Frage an die Gehirbe habt, lasst die die Frage beantworten.

01:18:17: Und danach schreibt drunter, überprüfe das bitte alles noch mal.

01:18:20: Und das macht ihr oft und sehr oft.

01:18:22: Ach, du sagst ja, ach guck mal hier, das hätte ich alles machen sollen, das mach ich so.

01:18:25: Das weiß man immer noch nicht.

01:18:26: Das heißt, du trainierst

01:18:28: die KI, während du die KI benutzt?

01:18:30: Eigentlich, also, naja.

01:18:33: Das ist interessant, wenn es bei dem Thema ist, wo ich keine Ahnung hab, dann hilft es mir auch nicht, wenn die KI zuerst sagt ach das und beim nächsten Mal ach, da hab ich nicht Fehler gemacht, so ist es.

01:18:40: Ja,

01:18:41: was Sie halt machen und das ist im Grunde, das ist auch so eins, wenn ich es benutze, wie die Wikipedia.

01:18:49: Du guckst in die Wikipedia, das klingt alles sehr gut, was da steht.

01:18:53: Und bei dem, was für dich wichtig ist, mach ich es jedenfalls, gucke ich unten in den Fußnoten in die Quellen.

01:19:00: Und guckt dann nochmal auf die Quelle.

01:19:01: Also es sind ja in der Regel.

01:19:02: Also du hast ein Thema, keine Ahnung was, das Internet.

01:19:06: Und da gibt es für dich, wenn du jetzt gerade darüber reden willst, vielleicht drei wichtige Aspekte.

01:19:11: Und diese drei wichtigen Aspekte, die kannst du halt auch nochmal schnell nachlesen.

01:19:14: Und so mache ich das sowohl mit diesen Large Language Models als auch mit Wikipedia.

01:19:19: Also, nur das Problem ist halt, früher haben alle allen gesagt, verlass dich nicht auf das, was in der Wikipedia steht.

01:19:25: Da können jeder alles reinschreiben.

01:19:26: Und heute redet überhaupt niemand über large Language Models und was sie sich da zusammen fantasieren.

01:19:31: Da kann auch alle alles reinschreiben und die russische Propaganda schreibt auch hier Zeug rein.

01:19:35: Alle

01:19:36: alles und die Russen erst recht.

01:19:38: Genau.

01:19:39: So,

01:19:40: wir gehen ein bisschen an die frische Luft und finden raus und zwar aus einer Langzeitstudie aus den Vereinigten Staaten von Moronien, dass Man kaum mehr als fünftausend Schritte braucht, um die Entwicklung von Alzheimer, also Altersdemenz sozusagen, zu verringern.

01:19:58: Sie haben gesehen, dass Menschen, die jeden Tag fünftausend Eins bis siebentausend Fünfhundert Schritte gegangen sind, im Vergleich zu weniger, wie nennt man das denn, weniger spazierend gehenden Leuten einen, wie Sie sagen, deutlich geringeren, kognitiven Abbau hatten und sie auch weniger schädliche Achtung Tauproteine im Gehirn gefunden haben, Tauproteine, das ist das, was man auch Plax nennt.

01:20:22: Das sind Eiweißstränge, die auf eine bestimmte Art und Weise zusammengefaltet sind.

01:20:27: Und die sind falsch gefaltet und lösen dann halt Alzheimer aus.

01:20:32: Höchstwahrscheinlich.

01:20:34: Hundertprozent sicher sind wir immer noch nicht.

01:20:37: Wir sehen in Alzheimer-Gehirnen diese Proteine, was da genau Hände und Ei ist.

01:20:43: Das ist meines Wissens noch nicht so ganz klar.

01:20:45: Ich hatte vor zwei Jahren, glaube ich, eine Sendung über Alzheimer.

01:20:47: Es war ganz spannend.

01:20:50: Was Sie gesehen haben, ist, dass etwas mehr Bewegung, also fünftausend Schritte, ist wirklich nicht viel, etwas mehr Bewegung den Krankheitsverlauf hemmen kann.

01:21:01: Aber auch da sagen Sie, Sie wissen nicht hundertprozentig, was ist da Hände und Ei?

01:21:06: Gehen aber davon aus, dass Alzheimer-Risiko-Patienten besser dran sind, wenn sie hinter fünftausend Schritte laufen, beziehungsweise fünftausend und einen Schritt, wie die Überschrift.

01:21:16: Die meisten

01:21:16: Menschen sind besser dran, wenn sie jeden Tag fünftausend Schritte geben.

01:21:19: Ja, absolut.

01:21:20: Wir da Ausnahme geben, aber für die meisten ist das nicht schlecht.

01:21:22: Und das Schöne ist, fünftausend Schritte ist wirklich nicht viel.

01:21:26: Man überschätzt das so.

01:21:27: Man denkt so, oh mein Gott, das ist ja von hier bis, weiß ich nicht, niediger.

01:21:31: Das ist nicht mal eine Stunde spazieren gehen.

01:21:33: Weniger ist es schon.

01:21:35: Wenn man einfach nur ein bisschen, wenn man jetzt nicht überall mit dem Auto hinfährt, dann einfach nur mal zum... zur Halterstelle geht, von der Halterstelle ins Büro geht, im Büro die Treppen benutzt, dann wieder nach Hause geht, vielleicht in den Supermarkt, wenn man wenig kaufen muss, Gemach zu Fusen.

01:21:49: Allein das, da kriegst du eine Zehntausend zusammen am Tag, wenn du das machst.

01:21:53: Das geht schneller, als man denkt.

01:21:55: So, Holger, was hältst du?

01:21:57: Von Steinbutt gefüllt mit Jakobsmuscheln und süßem Setang, gerösteter Knollensellerie glassiert mit Liebstöckel, im Butter geschwägte Kartoffeln und kleide Silberzwiebeln mit Muskatnuss, serviert mit im Fond gegarten Grünkohl, Lauch und Champignons sowie einer beur blanc Sauce mit fermentierten japanischen Quitten und Ingrid Marie Äpfeln.

01:22:18: Ingrid Marie Äpfel kenne ich nicht.

01:22:22: Warum sollte ich?

01:22:24: Als erstes würde ich mich fragen, oder dich fragen, warum sollte ich ein Steinbutton mit Jakobsmuscheln füllen?

01:22:29: Das ist vollkommen sinnlos.

01:22:31: Vielleicht schmeckt es gut.

01:22:32: Steinbutt ist gut.

01:22:33: Jakobsmuscheln sind gut, aber das schmeiße ich nicht zusammen.

01:22:36: Und mach's dann auch noch.

01:22:37: Und das ist ja das nächste.

01:22:38: Also es ist jetzt nicht so, dass Steinbutt und Jakobsmuscheln besonders intensive Geschmäcker hätten, wie beispielsweise Wild oder Lamm oder so.

01:22:45: Warum sollte ich das Ganze mit noch so einer extrem geschmackreichen Soße und Beilagen verbinden, die du da...

01:22:55: Tja.

01:22:56: Hast du dir das von der KI schreiben lassen?

01:22:58: Nein, nein, okay, nicht.

01:22:59: Aber wenn du das so abschließt, dann sei froh, dann freu dich lieber Holger, dass du keine Nobelpreis gewonnen hast.

01:23:05: Denn das war das Hauptgericht, dass diesejährigen Nobelpreis Abendessens, weil das hat im Wetter quasi die Nobelpreis bekannt gab, ist ja immer September und verliehen werden sie immer Mitte Dezember.

01:23:15: Und dann gibt er dieses große Bankett, dann kommt der König und vielleicht die Preise und so weiter.

01:23:19: Und es gibt natürlich immer ein entsprechendes Bankett dazu.

01:23:23: Das ist das von diesem Jahr.

01:23:25: Du kannst ja nämlich das Spannende.

01:23:26: Ich habe gesagt, warum ich auf das Nobelpreis Bankett komme.

01:23:29: Du kannst dir auf der Homepage des Nobelpreises die Menü folgen von seit immer.

01:23:35: Anschauen, also alle Nobelpreismenüs sind da aufgelistet.

01:23:38: Das war das erste, ich sage noch, was es sonst noch gab, bevor wir weitermachen.

01:23:40: Die Vorspeise war eine Steinpilz-Suppe serviert mit kräftigem Salat aus schwedischen Zuchtchampignons, Almnass, Tegelkäse, Ingweröl und schwarzer Winterdrüffel, Drüffelbutter und knuspriges mit Steinpilzen aromatisiertes Brot.

01:23:56: Und dann gab es schwedische Schlenzobby.

01:24:01: Weidegute.

01:24:02: Schwedische

01:24:02: Schlenzobby spricht sich sehr.

01:24:04: Ja, aromatisiert mit Orange, Piment und Gewürznelken im Ofengebacke, eine Frischkäsecreme mit Bourbonvanilie und getosteten Vierviertelkuchen, Karamellsauce aus Buttermilch mit Knusper aus Buchweizen und Hafer, serviert mit einer Consomier aus wilden Himbeeren, aromatisiert mit Wacholdertrieben und der Wein dazu war ein Erich Rodais Blanc de Noire, Grand-Grue Champagne aus Frankreich.

01:24:29: Es gab einen Jahrzehntezweiundzwanziger Himmelen, Kulassberg, Wingards, Kornen in Schweden und, überraschenderweise, einen Jahrzehntezweiundzwanziger Kracher Red-Roses-Bären-Auslese aus dem Burgenland in Österreich.

01:24:42: So, komplette Menü.

01:24:44: Und ich hänge immer noch,

01:24:46: ich hänge immer noch an den, an den Saint-Jacques und Steinbutt und Knollensellerie und Liebstöckel.

01:24:53: Und Kulikol, das ist mir...

01:24:55: Also ich mag das alles.

01:24:56: Ich mag das auch

01:24:57: alles, aber ich würde eher... Ich hätte die Jakobsmuscheln wahrscheinlich... Also die würde ich separat nehmen.

01:25:04: Ja, vielleicht ist das auch irgendwie so.

01:25:05: Vielleicht sind die auch irgendwie gehäckselt mit dem Seetang zusammen und dann ist es in der Fülle reingetan.

01:25:09: Ich weiß es ja nicht.

01:25:10: Das könnte auch sein, aber das ist doch... Bilder

01:25:11: habe ich jetzt keine gesehen.

01:25:12: Das ist doch

01:25:12: perren vor die Säue, Himmel.

01:25:14: Ja,

01:25:15: egal.

01:25:15: Ich bin jedenfalls auf diese Idee gekommen, auf dieses Menü gekommen, weil im Wissenschaftsteil der OF Homepage ein interessantes Interview war und zwar mit Gunter Hirschfelder von der Uni Regensburg, der ein Kulturantropologe ist und europäischer S-Kultur erforscht und sich mit der politischen Signalwirkungen von Speisen bei offiziellen Anlässen beschäftigt.

01:25:40: Also auch das wird erforscht.

01:25:41: Was sagt man bei offiziellen Anlässen mit dem Essen aus?

01:25:44: Und es ist schon interessant, weil wenn du dir anschaust, du kannst dir wirklich alles anschauen.

01:25:48: Du kannst dir auch das Menü von anderen Jahren anschauen.

01:25:51: Zum Beispiel in deinem Geburtsjahr, wenn ich es richtig erraten habe, da gab es gefüllte Avocado mit Lachs und Gourmet Moskauer Sauce, dann ein Rinderfilet, Perigordinisch gebraten und ein Orangensorbet.

01:26:04: Und ja, halt, keine Ahnung, cremde, cacao liqueur und einen Corvossier-Cognac gab's auch noch.

01:26:10: Flesche Corvossier hat noch nie jemandem geschadet.

01:26:12: Ja, was in meinem Geburtsjahr gab's, was irgendwie das Lachspaste, polledinäische, Schneehun, irgendwas, irgendwas haben sie mit dem Schneehun gemacht, sie haben es brisselt, das hab ich jetzt gerade mal ersetzt, was soll ich jetzt, ein brissel-Ohl-Chinivier, fragen wir nicht.

01:26:26: Ja, also ... Sie sind doch alles auf Französisch und das ist tatsächlich, also die Menüstort sind auf Französisch auf der Homepage.

01:26:33: Und es hat nach Jahr, also früher natürlich, in ein neunzehnthundert, wie das Ganze angefangen hat, da war, wenn man gut kochen wollte, das war die klassische Französische.

01:26:40: und Kusin.

01:26:41: Da war wirklich das reingeschmissen.

01:26:43: Das ging auch noch lange so weiter, aber es hat sich schon geändert.

01:26:46: Zum Beispiel gab es dann so ab den neunzehnvierzigten Jahren zum Beispiel keine Schildkrötenzupe mehr, weil tatsächlich Schweden schon verboten hat, dass man es essen darf.

01:26:53: Und später ging es dann wirklich auch so ab den Achtzigern, hat sich schon ein bisschen verlagert, so in Richtung eher regionaleres Essen.

01:27:01: Und natürlich ja mittlerweile kann auch so eine Institution wie der Nobelpreis jetzt nicht mehr ankommen mit irgendwie eingeflogenem Hummer und weiß grad was für Zeugs.

01:27:09: Die wissen schauen, dass das alles regional ist, ökologisch ist, klimafreundlich ist.

01:27:15: Also tendenziell auch eher, wie man auch an dem Video gesehen hat, da war jetzt kein Fleisch dabei.

01:27:19: Es war Fisch.

01:27:20: Also auch das.

01:27:21: Und das kann man halt da erforschen.

01:27:23: Man kann es auch bei entsprechenden Klimakonferenzen gemacht, zum Beispiel.

01:27:28: Da ist man natürlich noch einen Schritt weiter.

01:27:30: Da hat man den Essen auch Namen gegeben, sowas wie Horst.

01:27:33: tierisches Eiweiß reduzieren war.

01:27:35: Ein Menü zum Beispiel.

01:27:38: Fand ich interessant, kann man sich anhören.

01:27:39: Das ist der Textbeitrag zu einem Radiobeitrag, glaube ich, den man sich da auch anhören kann.

01:27:45: Auch Fotos, warte mal, ist hier... Nein, Entschuldigung, das war das Menü von zum Beispiel.

01:27:49: Ein Vier ist in Fotos drin.

01:27:50: Aber ich hätte gedacht, ich könnte jetzt sagen, wie dein Fisch mit Muschel aussieht, aber sieht man hier nicht.

01:27:55: Aber dann fand ich es interessant, dass du kannst dich wirklich auf der Homepage... durchklicken durch alle Menüs aller Jahre fand ich ganz spannend das zu sehen was da alles zu essen gibt dort.

01:28:03: Foodporn,

01:28:05: ja.

01:28:06: Ja, also wenn das für Nobelpreis Essensforschung auch das gibt, dann könnt ihr euch gerne den Journal selbst durchklicken.

01:28:11: Einen habe ich noch und dazu holen wir jetzt alle mal ganz tief Luft und atmen säufzend aus.

01:28:24: Das tut uns gut.

01:28:26: Das tut uns irgendwie gut.

01:28:29: Und Schweizer Wissenschaftlerinnen haben herausgefunden, warum uns das gut tut.

01:28:34: Also tiefe Seufzer, tiefe Atemzüge, warum die uns ein gutes Gefühl geben.

01:28:38: Weil nämlich, hätte ich nicht gedacht, tiefe Atemzüge reduzieren die Oberflächenspannung der Flüssigkeit in der Lunge.

01:28:48: Das macht die Lunge ein bisschen geschmeidiger und erleichtert das Ein- und Ausatmen.

01:28:53: Und das wiederum erleichtert das Ein- und Ausatmen ist befreiend.

01:28:59: Okay, jetzt muss ich jetzt fragen hier aus persönlichem Interesse.

01:29:02: Zählen zu den Seufzern, zählt da auch das dazu, was meine Frau alte Männergeräusche nennt?

01:29:07: Also wenn man irgendwie so aufsteht.

01:29:09: Das du meinst das, was man so ab dreißig macht.

01:29:15: Genau, zählt das dazu?

01:29:16: Ich zähle das dazu und damit zählt das dazu.

01:29:19: Gut, dann kann ich meine Frau nämlich sagen, dass ich das aus gesundheitlichen Gründen mache.

01:29:23: Ja, nein, nein.

01:29:24: Das hat physikalische Gründe.

01:29:26: Du betreibst da angewandte Physik.

01:29:29: Okay, wunderbar.

01:29:29: Perfekt.

01:29:29: Passt

01:29:30: das.

01:29:30: Im Grunde Ingenieurwissenschaften.

01:29:31: Sie schreiben dazu, diese Erkenntnisse könnten sogar Ansätze für neue Behandlungen von Atemproblemen liefern.

01:29:39: Ich habe Atemprobleme.

01:29:40: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich automativ durchatmen, wenn mir jetzt besser tun würde, als es mir tut, weil ich ständig tief durchatme, weil ich mich ja auch ständig hinsetzen und stehen muss.

01:29:49: Ja,

01:29:50: aber vielleicht gibt's dann sowas wie früher mal, das war sowieso Anfang der zweitausende, da war das auch so populär, so Lach-Jogher.

01:29:56: Vielleicht gibt's dann auch mal wie Seufz-Jogher.

01:29:59: Ich hatte eine Lach-Jogher-Trainerin damals, also wenn du Radio machst, dann musst du ja mal aktuelle aufhängen.

01:30:05: Du kannst ja nicht einfach so über interessante Sachen im Radio reden, das muss ja mal einen aktuellen Aufhänger geben.

01:30:10: Da gab's dann irgendwie auch eine, da war dann halt Lach-Jogher gerade in und die kam dann, die ging dann durch die Zeitung.

01:30:16: Weil, solange es in einer Zeitung steht, hat es schon in der Hörfung selten stattgefunden und habe ich dann auch festgestellt über die Jahre.

01:30:22: Wir hatten dann irgendwann ging das so weit, da hast du nur noch Themenvorschläge machen konntest, wenn du dazu sagen konntest.

01:30:28: Es stand auch schon im Spiegel.

01:30:31: Naja, Papa erzählt vom Krieg.

01:30:34: Ich hab tatsächlich mal in der Nähe von zu einem Urlaub gemacht, in der ich von wo ein Lachjogekurs stattgefunden hab.

01:30:39: Ich

01:30:39: hatte so eine Trainerin zuerst im Studio und die haben mir dann so eine Trainerin eingelangen und gesagt, ganz neuste Ding und so.

01:30:44: Und hab ich auch gesagt, wie soll denn der Scheiß?

01:30:46: steht er euch da jetzt dann alle gegenüber und macht die ganze Zeit, ja, oder was.

01:30:50: So hat die, ja genau, das machen wir, das probieren wir jetzt mal aus und steht hier vor mir und sagt, du musst das jetzt auch machen.

01:30:56: Dann hab ich gesagt, ja.

01:30:59: Das hat keine fünfzehn Sekunden gedauert, bis wir schallend am Lachen waren.

01:31:04: Irgendwas scheint es zu können.

01:31:07: Vielleicht nicht das, was die behaupten.

01:31:10: Ja, also ich habe tatsächlich, gerade mal geschaut, ob es Seufz-Joga gibt, gibt es nicht.

01:31:15: Die die auftrennliche KI von Google sagt mir natürlich, dass es gibt, dass... Seufz-Joga beschreibt eine Praxis, bei der das Bewusstes Seufzen als Teil von Yoga zur tiefen Entspannung, zum Stressabbau und zur Aktivierung des Parasympathikos genutzt wird.

01:31:32: Gut, kann man glauben oder nicht, der Link darauf geht, vermutlich auf die Studie, die du gerade referierst, das sind so, wo wir es Seufzen zur Entspannung...

01:31:40: Ich würde eher vermuten, dass das wirklich so eine Yogasache ist, also dass die Jogis... Das einfach machen, weil sie merken, dass es sich befreiend anfühlt, dass man entspannt.

01:31:48: Also da ist ja sehr viel tiefe Atmung, sehr viel kontrollierte Atmung.

01:31:52: Das ist jetzt eigentlich bloß der physikalische Nachweis dieser im Grunde Binsenweisheit.

01:31:59: Tief einatmen oder tief säufzen.

01:32:00: Tut irgendwie gut.

01:32:02: Genau, aber es gibt kein Seufz-Jogher.

01:32:04: Das habe ich nicht gefunden, auch wenn die KI ist behauptet, dass Seufz-Jogher eine wunderbare Ergänzung zur regulären Yoga-Praxis ist, um internationale Plakate zu lösen.

01:32:11: Also der Einzige, der in den Suchbegriff Seufz-Jogher kennt, ist die KI.

01:32:14: Lassen

01:32:14: Sie uns ein Studio aufmachen, wenn das noch keiner kennt, dann haben wir die Trendsätterei.

01:32:18: Aber was ist denn jetzt eigentlich mit

01:32:19: den... Oder es ist eine russische Propaganda, die will, dass wir alle traurig sind und da und vor uns hin Seufz.

01:32:26: Aber was ist denn jetzt mit den Leuten, die da Seufz-Jogher gemacht haben bei dir nebenan?

01:32:29: Nee, was war...

01:32:30: Lach-Jogher.

01:32:31: Es war, ich bin da gesessen am Balkon und hab gedacht, was ist denn das für Verrückte hier in dieser Stadt?

01:32:36: Weil ich halt einfach, ich hab nicht gewusst, dass ich später rausgefunden habe, das ist Lach-Joghurt.

01:32:38: Ich hab nur gesehen, dass da wirklich eine halbe Stunde lang Haufen Leute, wie ihre gelacht hat und hab dann erst später gesehen, dass da irgendwie so ein Yoga-Studio ist, wo Lach-Joghurt angeboten wird.

01:32:49: Passendlich heißt es, dass es keine verrückten waren.

01:32:51: Ja, das weiß ich nicht.

01:32:52: Ich hab mir gedacht, wenn du einfach nur ohne zu wissen, was da abgeht, wenn du ein Lachjogger schon das zuhörst oder zu sehen, dann kannst du dich schon fragen, was da abgeht.

01:32:59: In Berlin wär's okay, da wird's halt einfach denk, ah, too many freaks in the streets, und wird's einfach weiterlaufen, aber so auf Land.

01:33:06: Schwierig.

01:33:07: Denn kämen wir jetzt zur letzten Werbung vor den Weihnachtsferien.

01:33:11: Ja.

01:33:12: Letzte Werbung vor Weihnachten.

01:33:13: Genau, ich hab letzte Werbung vor Weihnachten, ja, ich hab nicht mehr ganz so viel anzukündigen, weil ich jetzt auch langsam, ich mich in die Weihnacht... die aber nach Weihnachten schon wieder vorbei sein wird.

01:33:22: Also am zweiten Weihnachtstag ist auch meine Ruhe schon wieder vorbei, denn am siebenundzwanzigsten Dezember bin ich mit Ruth gemeinsam unterwegs im Rahmen des Science Buster Bauern Silvesterauftritts.

01:33:34: Wir machen Kurz vor Silvester noch drei Shows ruht ich Martin Puntigam.

01:33:39: Und zwar in Graz, in Linz und in Wien.

01:33:42: Das wird sehr lustig werden.

01:33:43: Wir haben ein paar coole neue Experimente, vor allem auf das, was Ruth macht, bin ich gespannt.

01:33:48: Theoretisch kann sie dabei sich sehr wehtun, wenn sie es falsch macht.

01:33:53: Ich bin gespannt.

01:33:54: Das kann auch dann sehr lustig aussehen.

01:33:57: Fast, nein, also es kann ja dramatisch sein.

01:34:00: Es wird lustig werden, also kommt Graz, siebenundzwanzigster Dezember, Lindt, neunundzwanzigster Dezember, Wien, dreißigster Dezember und am einund dreißigsten Dezember machen wir doch mal so, science-bastermäßig unsere Normalen.

01:34:12: Silvester Shows, ich glaube die um neunzehn Uhr ist schon fast ausverkauft, oder die ist schon ausverkauft, aber es gibt noch eine zweite Show um sechzehn Uhr, wenn ihr die anschaut, dann seid ihr rechtzeitig um, keine Ahnung, um sechs fertig, da könnt ihr quasi noch vorglühen kommen zu uns und dann noch weiter Silvester feiern.

01:34:26: und danach geht es im neuen Jahr weiter, da habe ich jetzt aber nichts Spezielles außer diverse Science Buster Shows in Österreich.

01:34:33: Ach, ich guck mal, das ist vielleicht interessant hier für die deutsche Hörerschaft.

01:34:36: Am sechzehnten Januar sind wir mit den Sciencebusters in Passau mit unserem neuen Programm.

01:34:41: Vielleicht wollte da hinkommen, für die österreichische Hörerschaft bis in Linz, in Wien, da schwächer da, wo wir sowieso sind.

01:34:51: Und das sag ich vielleicht noch.

01:34:53: Premiere, die Österreich-Premiere meiner Sternengeschichten Live-Podcast-Show, die Österreich-Premiere, wird am neunzwanzigsten Januar in Wien stattfinden in der Kulisse.

01:35:03: Da ist, glaube ich, auch schon fast ausverkauft.

01:35:05: Also da könnt ihr doch schauen, wenn ihr hinkommen wollt.

01:35:07: Und am dreißigsten Januar bin ich mit der Show in Salzburg und werde da auftreten.

01:35:13: Und dann gibt es ein paar andere Österreich-Termine, die ihr auf meiner Home-Kitchen gerne nachlesen könnt, wenn ihr wollt.

01:35:18: Na dann, Florian Freistädter, vielen Dank.

01:35:21: Vielen Dank, Kolger.

01:35:22: Und euch vielen Dank für die Aufmerksamkeit und guten Rutsch ins neue Jahr.